Flüchtlingen eine dauerhafte Perspektive bieten

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Rund 80 Helferinnen und Helfer arbeiten mit im Elchinger Freundeskreis Asyl. Dessen Schwerpunkt hat sich verschoben, da die meisten betreuten Flüchtlinge inzwischen schon lange in Deutschland leben und teilweise auch anerkannt sind. „Jetzt geht es um die Integration in die deutsche Lebens- und Arbeitswelt“, sagte Birgit Möller vom Leitungsteam beim Jahrestreffen des Freundeskreises.

Dabei stoßen die ehrenamtlichen Helfer immer wieder auf große Hürden. So berichtete Mathilde Hucker von der Schwierigkeit, bezahlbare Wohnungen zu finden. Habe sie ein Objekt gefunden, gingen bei den Vermietern oft die Türen zu, „wenn ich sage, dass dort Flüchtlinge einziehen – ungeachtet der Tatsache, dass wir sie gut betreuen“.

Landesgrenze bildet Barriere

Auch die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern „ist hier aufgrund der neuen Gesetzgebung eine echte Barriere“, sagt Hucker. Dennoch sei es gelungen, in Elchingen und darüber hinaus im Landkreis Neu-Ulm etliche Wohnungen für Familien und Wohngemeinschaften zu finden und einzurichten.

Allerdings, so war mehrfach zu hören, wehe insgesamt ein schärferer Wind in Bayern, den Flüchtlinge und Helfer zu spüren bekommen. So habe beispielsweise ein junger Afghane einen Ausbildungsplatz als Altenpfleger gehabt, aber keine Ausbildungserlaubnis bekommen, berichtete Birgit Möller.

Asylsuchenden mit vermeintlich „geringer Bleibeperspektive“ werde in Bayern keine Arbeits- und Ausbildungserlaubnis mehr erteilt, erläuterte Giorgio Demartin. Sowohl Flüchtlingsrat als auch Handwerkskammern und IHK hätten bei der Staatsregierung dagegen protestiert.

Außer den Asylbewerbern in der Gemeinschaftsunterkunft leben laut Möller zurzeit 18 Familien mit 65 Kindern in Elchingen, gleichmäßig verteilt auf die drei Ortsteile. Um sie im Alltag zu begleiten, würden weitere Paten gesucht, ebenso Ehrenamtliche, die sich beispielsweise um die Flüchtlingskinder an der Mittelschule Elchingen kümmern, wie Monika Kühl sagte.

Nach wie vor sehr gut besucht und begehrt sei der Mittwochs-Treffpunkt im Second-Hand-Laden „Kleidertruhe“ in Unterelchingen. Dort wurden im Oktober auch Spenden gesammelt für die Flüchtlingslager auf Lesbos. Über ihre Eindrücke vor Ort berichtete Birgit Möller (siehe gesonderten Artikel).

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