Flüchtlinge: Standort gesucht für Wohncontainer

Der Flüchtlingsstrom nimmt zu, die Kommunen müssen Wohnraum schaffen. In Wain sollen nun Mietcontainer aufgestellt werden - aber wo?

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An diesem Platz an der Sommerhalde standen schon in den 90er Jahren Wohncontainer. Nun ist er wieder als möglicher Standort im Gespräch.  Foto: 

Wo sollen in Wain kurz- und mittelfristig Flüchtlinge untergebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Wainer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Ursprünglich sollte das gemeindeeigene Grundstück an der Sommerhalde hinterm Kindergarten dafür genutzt werden. Dort standen Container bereits in den 90er Jahren.

"Wir haben wirklich alle Möglichkeiten und Grundstücke geprüft und keine Lösung gefunden", sagte Bürgermeister Christian Schlenk gegenüber der SÜDWEST PRESSE. So kam die Idee mit den Containern zu Stande. Ein Bürger bat den Gemeinderat darum, den Standort noch einmal zu überdenken. Schon in den 90ern hätte man Erfahrungen mit den Flüchtlingen gemacht und daher solle man nun auch andere Standorte in Betracht ziehen. Gleichzeit schlug der Mann Alternativen vor, die seiner Meinung nach für die Flüchtlingscontainer geeignet wären. Schlenk wies daraufhin, dass die Gemeinde Flüchtlinge aufnehmen müsse. Dies sei im Flüchtlingsaufnahmegesetz festgelegt. Außerdem solle man doch so viel Toleranz aufbringen, um den verfolgten Menschen zu helfen.

Insgesamt drei Container sind geplant, pro Container sollen zwei Flüchtlinge unterkommen. Aus dem Gremium kam der Vorschlag einen weiteren Container als Wohneinheit einzuplanen. "Dies würde bei den Flüchtlingen auch helfen, den Stress abzubauen", sagte Schlenk. Man will nun beim Landratsamt anfragen, ob der Landkreis die Mehrkosten für den vierten Container übernehmen würde. "Dies würde im Monat rund 150 Euro kosten", sagte der Rathauschef gegenüber unserer Zeitung. Wenn der Landkreis diese Kosten nicht übernimmt, "würde die Gemeinde dafür aufkommen", sagte Schlenk.

Über einen konkreten Standort hat der Gemeinderat vorerst noch nicht abgestimmt. Die Räte möchten sich zuvor ein Überblick verschaffen und die möglichen Grundstücke für Alternativen prüfen. Die Renovierungskosten für ein bereits besichtigtes Objekt, in dem Flüchtlinge hätten unterkommen können, "wären viel zu hoch gewesen", sagte Schlenk. Daher hat das Gremium diese Möglichkeit verworfen.

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