Ferienspaß-Marathon: Feuerwehr legt sich ins Zeug für Ferienkinder

Im letzten Drittel des Dietenheimer Ferienspaß-Marathons gab es noch ein besonderes Erlebnis: Die Freiwillige Feuerwehr öffnete für interessierte Kinder die Türen der Feuerwache - und sogar den Schlauchturm.

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    Jugendleiter Michael Müller zieht sich den Chemieanzug und die Atemmaske an. Foto: 
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    Passt die Feuerwehr-Jacke?
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So recht wussten die Kinder nicht, was wohl auf sie wartete, als sie am Freitag auf dem großen Vorplatz der Dietenheimer Feuerwache auf Stefan Pistel warteten, den Dietenheimer Stadtbrandmeister und Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr. Aber gespannt waren alle jungen Teilnehmer dieses Ferien-Angebot. Denn schon das Gebäude selbst flößte wegen seiner Größe manchem ein bisschen Ehrfurcht ein.

Stefan Pistel standen zwei Helfer zur Seite: Michael Müller, der Leiter der Jugendfeuerwehr, und Nico Fritzsche, der die Schläuche der Feuerwehren in Schuss hält und im Hauptberuf Bäcker ist. "Wir alle sind keine hauptberuflichen Feuerwehrleute, wir machen das neben unserem Beruf. Und bei ungefähr einhundert Einsätzen pro Jahr ist das nicht immer leicht", erklärte Stefan Pistel. Und weiter ließ er wissen, dass Feuerwehrleute nicht nur Brände bekämpfen. "Sie schützen, retten und bergen Menschen und manchmal auch Tiere, wenn sie in Gefahr sind."

Bei einem Rundgang kamen die Kinder aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die vielen technischen Geräte und die moderne Elektronik hatten es ihnen besonders angetan. Alle wagten sich auch auf den 16 Meter hohen Schlauchturm hinauf, auch wenn es dem ein oder anderen vielleicht nicht ganz wohl dabei wahr.

Würde man die Schläuche, über die die Feuerwehr Dietenheim verfügt, aneinanderlegen, könnte man eine Leitung von Dietenheim bis Regglisweiler und wieder zurück legen. Damit alle Schläuche auch immer einsatzbereit sind, müssen sie regelmäßig gewaschen und geprüft werden. Eine Aufgabe, die viel Zeit in Anspruch nimmt, wie Nico Fritzsche betonte. Für diese Arbeit stehen ihm spezielle Geräte zur Verfügung. Die zehn Meter lange Schlauch-Waschmaschine beeindruckte Mädchen wie Buben ungemein.

Noch interessanter war jedoch die Schutzkleidung der Feuerwehrmänner und -frauen mit ihren Signalfarben, ihrem Gewicht, den vielen Karabinerhaken und Zusatzgeräten. Pistel erklärte die einzelnen Ausrüstungsteile. Als Jugendleiter Müller in einen so genannten Chemie-Anzug schlüpfte und mit Pressluft-Atemgerät demonstrierte, welchen Belastungen ein Feuerwehrmann im Extremfall ausgesetzt ist, waren die sonst so quirligen Kinder ziemlich sprachlos.

Die Einsatzfahrzeuge hatten es vor allem den Jungen angetan, und entsprechend viel Zeit verging mit Fragen, Anfassen und Ausprobieren. Doch es blieb genügend Zeit, die Kinder auf eine besonders unterschätzte Gefahr hinzuweisen: Den giftigen Rauch. "Zwei, drei Atemzüge können reichen, dass man so vergiftet wird und bewusstlos zusammenbricht", sagte Pistel, und wies darauf hin, wie wichtig deshalb Rauchmelder seien. Wie man sich am besten im Brandfall verhält, demonstrierten die Feuerwehrleute zum Abschluss mit einer Übung im dicksten Disco-Nebel.

Am Ende waren alle Teilnehmer schwer beeindruckt. Die Jungen von der knallbunten, mit Technik vollgestopften Einsatzfahrzeugen, die Mädchen von den vielen Utensilien und von dem, was die die Feuerwehrleute damit machen. Nur einen der Kleinsten, den siebenjährigen Lars Hofmann, hatte etwas ganz anderes fasziniert: "Ich fand den Gabelstapler am tollsten!"

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