Ferienspaß 2014: Alle wollen Seifen gießen

Die Bilanz zum Dietenheimer Ferienspaß in den Sommerferien fällt positiv aus: Zwar werden nicht mehr ganz die Teilnehmerzahlen früherer Jahre erreicht, doch weit über 600 gebuchte Aktivitäten sprechen für sich.

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Die Exkursion in die Erzgruben-Erlebniswelt Grünten bot neben viel Information auch Lustiges.  Foto: 

Absoluter Überflieger unter den dieses Jahr angebotenen 35 Programmpunkten im Ferienspaß war der Workshop der Stadt-Apotheke zum Thema "Seifen gießen und Pfefferminzplätzchen backen" mit 54 Teilnehmern. Aus dem ursprünglich geplanten einen Vormittag wurden vier Workshops, und trotzdem fanden nicht alle interessierten Kinder Platz.

Insgesamt rund 240 Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren, aber hauptsächlich im Alter von 7 bis 11 Jahren, haben in den Sommerferien 614 Aktivitäten gebucht. Da war das Sommerkinderkino ebenfalls dabei wie die Exkursion zum Grünten zur Erzgruben-Erlebniswelt. Apropos Kino: Vermutlich waren es sogar mehr Kinder, die Ferienspaß hatten, denn zu den für die Kinoabende gemeldeten Teilnehmern kamen immer kurzfristig noch viele dazu. Begehrt waren auch das Angeln am Badesee und der Besuch der Feuerwache, für die nicht alle Kinder untergebracht werden konnten. Ansonsten wurden alle Kinderwünsche erfüllt. Absagen wegen Teilnehmermangels gab es dieses Jahr keine, was zeigt, dass das Programm bei den Kindern ankommt.

Eine Änderung fürs kommende Jahr haben sich die Verantwortlichen schon überlegt: Der Besuch im Naturtheater Heidenheim werde auf vielfachen Wunsch der Interessenten wieder sonntags stattfinden, nicht an einem Mittwoch wie dieses Jahr. "Der Tag hat sich als Großeltern-Enkel-Tag schon eingespielt", weiß Hauptamtsleiter Dietmar Kögel, der zusammen mit Petra Spiegl-Maucher, Jugendsozialarbeiter Jochen Frajhaut und sechs ehrenamtlichen Mitarbeitern das Ferienspaßprogramm organisiert und die Kinder betreut.

Beim schon im Vorjahr geänderten Anmeldesystem werde es allerdings bleiben: "Manche meinen zwar, das habe sich verschlechtert", sagt Kögel. "Wir meinen aber, dass es so gerechter ist." Nicht mehr nach dem Zeitpunkt des Anmeldeeingangs werden die Plätze vergeben, sondern alle, die bis zum Anmeldeschluss eingehen, können zum Zug kommen. "Bei den wenigen Workshops, die überbucht sind, entscheidet das Los", sagt Kögel. Wobei Geschwisterkinder da natürlich mitberücksichtigt würden.

Schon erwartungsgemäß hoch war das Interesse am Besuch des Skyline-Parks, 64 Kinder und Jugendliche fuhren mit ins Allgäu. Der von der Stadt finanzierte Bus war voll, freut sich Kögel. Wie immer richtig gut angekommen ist der Besuch des Nautilla im benachbarten Illertissen, wo es die Möglichkeit gab, das Schwimmabzeichen zu machen oder mit der Tauchsportgruppe abzutauchen. Aber auch neue Angebote wurden gern angenommen wie die Fahrt mit dem Rad nach Kirchberg, um mit den dortigen Bogenschützen zu üben, berichtet Jochen Frajhaut. "Wir haben viele neue Sachen ausprobiert, aber auch Altbewährtes wieder aufgenommen."

"Früher waren die Workshops auf einen Tag in der Woche konzentriert, man musste sich für ein Angebot entscheiden", erläutert Kögel. Nun habe man das Programm auseinandergezogen, fast über die gesamten Sommerferien gestreckt, was sich bewährt habe. Die Kinder können so bei mehreren Workshops mitmachen. Andere, die immer gerade in der Ferienspaß-Zeit im Urlaub waren, haben nun auch die Möglichkeit teilzunehmen. "Und die Veranstalter treten nun nicht mehr in Konkurrenz zueinander, sondern können ihr Angebot koordinieren", argumentiert Kögel. Mit der Entzerrung sei der Ferienspaß besser eingebettet in das Gesamtkonzept der Jugendbetreuung in Dietenheim, wozu auch die Schulbetreuung zählt, die bis in die Ferien hineinreicht: anfangs und am Ende der Sommerferien, in den Herbst- und den Osterferien.

"Wir sind allen Firmen, Vereinen und Privatpersonen, die beim Ferienspaß mitmachen, sehr dankbar", betont Kögel. Für neue oder weitere Angebote in den nächsten Jahren sei die Stadtverwaltung jederzeit offen. Ob Betriebsführungen, Vereinsangebote oder andere Anregungen, man könne laufend auf Petra Spiegl-Maucher zukommen.

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