Ferienprogramm in Laichingen: Didgeridoo und Cajones gebaut

Fünf Kinder bauten ihre eigenen Cajones und Didgeridoos beim Ferienprogramm der Volksmission Laichingen. Dazu lernten sie erste Grundschläge und -klänge. Am Ende gab es ein Konzert.

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Fünf Jugendliche bauen sich Musikinstrumente.  Foto: 

Das Cajon: eine Holzkiste mit eingebautem rasselndem Snareband, die rhythmisch durchaus ein Schlagzeug ersetzen kann. Ein Didgeridoo dagegen, ein australisches Rhythmus- und Klanginstrument, erzeugt nicht nur Beat, sondern urtümlich anmutende Klänge. Beide Instrumente sind, obwohl traditionell, in der modernen Musik vielfältig einsetzbar. Kein Wunder, dass sich die musikbegeisterten vier Jungs und ein Mädel den Workshop im Sommerferienprogramm der Volksmission für 13- bis 17-Jährige nicht entgehen lassen konnten. "Ich spiele Gitarre und finde es cool, jetzt auch mal auf einem Cajon Rhythmus zu machen", sagt Jan. Auch Oliver, die beiden haben sich auf diesem Workshop kennengelernt, ist total neugierig darauf, wie es ist, mit der "Holzkiste" den Beat, also den rhythmischen Schlag, vorzugeben. "Nicht nur, dass ich das Instrument dann selbst gebaut habe, nein, ich lerne die ersten Basisschläge und wir geben ein Minikonzert", freut sich der junge Tenorhornbläser. Und eben dieser Kurs, den ein Percussionist am zweiten Workshoptag gestaltet, ist mindestens so verlockend, wie das Bauen der Cajon. Und so haben die Teilnehmer unter Anleitung von Gemeindeleiter Hartmut Hänssler und Schreiner Tom Lanzersdorfer fast einen ganzen Tag lang vorgesägte Holzbretter gebohrt, verleimt und verschraubt. Ein kreisrundes Loch für die Resonanz und ein Snareband für das leichte Scheppern und fertig ist die Rhythmuskiste, die die Bass-Drum und die "kleine Trommel" mit dem Snare(Schepper)effekt eines Schlagzeuges ersetzt.

Dass ein einfaches Plastikwasserrohr Klänge erzeugen kann, mit dem die australischen Aborigines sich ganze Geschichten über weite Entfernungen hin mitteilten, war Patricia nicht klar, bevor sie am Workshop teilgenommen hat. "Mein Vater hat ein echtes Didgeridoo und spielt auch darauf, wie auch ich schon Töne darauf gezaubert habe", sagt sie. "Aber so leicht habe ich mir das Bauen dieses Instruments nicht vorgestellt." Ein Rohr wurde mit Gipsbinden umwickelt und nach Herzenslust mit Farbe verziert - das Blasinstrument war gebrauchsbereit. Tatsächlich entlockte Hartmut Hänssler, selber Musiker und Leiter der Musikgruppe der Laichinger Volksmission, einige dieser urtümlich wirkenden Klänge aus dem selbstgebauten Didgeridoo. "Mit Hilfe der Stimme, etwa beim Imitieren von Tierklängen, sowie Lippenbewegungen entlockt man aus dem Didgeridoo vielfältige Klänge und kann sogar ein wenig Modulieren." All das lernten die Kinder am zweiten Workshoptag, so dass dieses Ferienprogramm mit einem Konzert für die Eltern endete, das sicherlich Lust auf mehr machte.

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