Familien aus vielen Ländern feiern gemeinsam

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Kulinarische Spezialitäten und Musik aus vielen Ländern sorgten beim Frauentreff für gute Laune. Foto: Interkultureller Frauentreff  Foto: 

Mit einem Fest der Kulturen haben die Frauen des Interkulturellen Frauentreffs Laichinger Alb für Begegnung und Besinnung zugleich gesorgt. Speisen aus aller Welt sorgten für  einen kulinarischen Höhepunkt unter den etwa 70 Gästen. Die Gerichte wurden zubereitet von Frauen aus Afghanistan, Syrien, Iran, Irak, Ungarn, Deutschland, Kroatien, Brasilien, Mexico, den Philippinen und Italien. Erstmals lernten sich auch die Familien der Besucherinnen kennen, die wöchentlich das Interkulturelle Frauentreffen besuchen, teilt der Frauentreff mit.

Angereichert wurden die außergewöhnlichen Köstlichkeiten an diesem Abend noch von mexikanischer, italienischer und natürlich deutscher Musik. Seit eineinhalb Jahren bietet dieser interkulturelle Treffpunkt im Café 17 Frauen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zum lebhaften Austausch und Trainieren der Deutschen Sprache. Andererseits lernen auch deutsche Frauen im Austausch ihre Kultur besser kennen, teilt der Verein mit.

Die Unterschiede zeigten sich nicht nur in äußerlich wahrzunehmenden Dingen wie Theater oder Literatur,  Kleidung, Sprache, Religion oder anderen Festen, in fremd klingender Musik oder anderen Kommunikationsformen. Eher unbewusst wahrnehmbar und im Verborgenen liege das, was bei einem Zusammentreffen verschiedener Kulturen durchaus Schwierigkeiten bereiten kann, berichten die Frauen.

Es mögen Auffassungen von Werten und Normen sein, ein unbekannter Kommunikationsstil, andere Einstellungen und Auffassungen in scheinbar unbedeutenden Verhaltensweisen, die Unterschiede wahrnehmbar machen. Diese zeigten sich dann auch im Frauenbild, in der beruflichen Bildung, in der Pünktlichkeit, der Gastfreundschaft, bei Gerüchen, Gefühlen und vermeintlichen Verpflichtungen: Das habe sich nicht nur beim Fest, sondern auch bei zahlreichen anderen interessanten gemeinsamen Kulturveranstaltungen herausgestellt, erzählen die Frauen. Häufig sei es die „stumme Sprache“, von denen sich Menschen unterschiedlicher Kulturkreise dann irritiert fühlten. Gegenseitiges Lernen durch Erfahrung und Austausch, Erklärungen von Gewohnheiten und Bräuchen, das helfe gegen mögliche Irritationen – und das sei das Ziel des Vereins Interkultureller Frauentreff Laichinger Alb.

Unterstützung leisten die Frauen in vielen Bereichen durch ein gut funktionierendes regionales Netzwerk in immer wieder heiteren, aber auch besinnlichen und offenherzigen Begegnungen. Die Gäste dieses Abends wünschten sich eine baldige Wiederholung des gemeinsamen Festes.

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