Ex-Telefonzelle wird Bücherstube

Die eine mag Krimis, der andere Sachbücher. Im Offenen Bücherregal in Beimerstetten kann jeder Lesestoff seiner Wahl abgeben und mitnehmen.

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Ute Kaufmann zeigt's: Das Bücherregal funktioniert ohne Münze. Rechts Bürgermeister Andreas Haas.  Foto: 

Die Gemeinde Beimerstetten ist um eine, wenn auch kleine, öffentliche Einrichtung reicher. Bürgermeister Andreas Haas und die ehemalige Gemeinderätin Ute Kaufmann haben am Donnerstagnachmittag das Offene Bücherregal eröffnet. Beide hatten gleich die ersten Bücher mitgebracht, um das Häuschen in der Bahnhofstraße zu bestücken: Kaufmann einen Kriminalroman, Haas die Gemeindechronik "Beimerstetten mit den Teilorten Eiselau und Hagen - Eine Bilderreise in die Vergangenheit."

Zur Eröffnung kamen auch zahlreiche Bürger mit Lesestoff unterm Arm, so dass bereits etwa 100 Bände im Offenen Bücherregal stehen. Dieses in einer ehemaligen Telefonzelle unterzubringen, sei die Idee von Ute Kaufmann gewesen, zahlreiche Helfer hätten daraus eine "tolle Gemeinschaftsaktion" gemacht, sagte Haas: "Jetzt hoffen wir, dass das Bücherregal angenommen und der Leitspruch ,Bücher mitnehmen - lesen - tauschen - bewahren' befolgt wird."

Mehr als zwei Jahre habe sie sich mit dem Gedanken einer Bücherausgabe in einer Telefonzelle beschäftigt, sagte Ute Kaufmann. Konkret sei die Sache im vergangenen Jahr geworden, als ihr damaliger Gemeinderatskollege Armin Idler vom Telefonzellenlager der Telekom in Michendorf bei Potsdam erzählte.

Außer der Gemeinde haben sich Kaufmann zufolge acht Firmen und private Sponsoren beteiligt: vom Transport der Telefonzelle nach Beimerstetten über die Vorbereitung des Standorts bis zur Beschriftung und Inneneinrichtung. Jetzt hoffe sie, dass auch künftig viele Bürger mithelfen, das Bücherregal zu einer festen Einrichtung in der Gemeinde zu machen und im Sinne einer offenen Gesellschaft zu pflegen und zu bewahren.

Einer hat sich bereits gefunden, der sich um das Bücherregal und die von den Bürgern gespendeten Bücher kümmern wird: der frühere Gemeinderat Jakob Schüle. Dass der Rentner ein Bücherfreund ist, beweist er seit ein paar Jahren als "Lese-Onkel" im Kindergarten Lagune und im Waldkindergarten.

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