Erinnerungen an die Jugend werden wach

"Sing mit: Volks-, Wander- und Fahrtenlieder" . Das Angebot der Volkshochschule kam an in Balzheim. Viermal im Jahr wollen Wilhelm und Hanne Hitzler Menschen, die gern singen, dazu animieren.

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Wilhelm und Hanne Hitzler sind ihre besten Werbeträger. Ihre Begeisterung fürs Singen ist geradezu ansteckend, ihre Argumente animierend. Was werfen sie nicht alles in die Waagschale: "Es hilft, Stress abzubauen, fördert die Kommunikation, ist gut gegen Demenz." Verquere Sachen des Tages? Vergessen! Singen als Medizin für gute Laune und Wohlbefinden.

Nach Balzheim hat das Ehepaar der örtliche Vhs-Verantwortliche Robert Hartmann geholt. Unter Kollegen zu sagen, denn Wilhelm Hitzler ist Leiter der VHS Alb-Donau-Kreis. Schnell war bei einer Sitzung die Idee geboren, "Sing mit" im Dorf anzubieten, nach der Auflösung des Gesangvereins. Die Zielgruppe: Personen, die gerne singen, "ohne Druck, frei von der Leber weg." Das Repertoire besteht aus Volks-, Wander- und Fahrtenliedern - Erinnerungen, Reminiszenzen an die Kindheit und Jugend. Ursprünglich sei es eine private Initiative gewesen, entsprungen aus dem Wunsch, im Bekanntenkreis gemeinsam zu singen. Mittlerweile gibt es regelmäßige Vhs-Abende in Dietenheim und seit 2014 eben auch in Balzheim.

"Im Durchschnitt sprechen wir 15 Teilnehmer an", bilanziert Robert Hartmann, der selber auch mit von der Sangespartie ist. Dieses Mal sind es zwölf, darunter Interessenten bis aus Illerrieden und aus dem bayerischen Illereichen. Viel bekannte Gesichter aus Balzheim sind darunter - bekannt von den Auftritten des Gesangvereins. Interessant ist: "Hier zählen wir mehr Männer, in Dietenheim ist es umgekehrt."

Zum Singen mit dem Ehepaar, das sich als Angehörige der Generation plus/minus sechzig definiert, kommen meist Gleichaltrige plus/minus zehn Jahre. Gegen ein Vorurteil kämpfen sie an: "Viele haben noch das Vorsingen in der Schule im Kopf", sagt Hanne Hitzler. Eine Art Trauma offenbar. Die Leute verkrampften oft. Dabei soll dieses Singen doch nur Spaß machen.

Wer beim Eintreten ins "Musikzimmer", also in den kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses, den Stuhlhalbkreis sieht, der bekommt einen ersten Eindruck von der entspannten Atmosphäre, die das Duo verbreitet. "Wir wollen das genaue Gegenteil vom Schulsingen." Es geht locker zu. Deshalb steht auch niemand.

Der Schulamtsdirektor hat seine Gitarre dabei, auf dem Boden steht eine Kiste mit Ordnern - eine Menge Material. Man singt zu den Jahreszeiten Dieses Mal wird's frühlingshaft.

Die Runde taut schnell auf. Einer weiß ein "Schnaderhüpferl", jemand fragt nach einem ganz bestimmten Lied. Genügend Raum bleibe in den eineinhalb Stunden für die Wünsche. Ein festes Ritual hingegen ist das Veranstaltungsende: "Wir schließen mit Abendliedern." Robert Hartmann will das viermal im Jahr stattfindende Singen zu einem "Dauerbrenner" machen. Es sieht so aus, als würde ihm das gelingen.

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