Erfolgreiche Maulwurf-AG

Mit ihrem Projekt "Beerengarten" hat sich die Schulgarten-AG der Grundschule Albeck einen Förderpreis in Höhe von 3000 Euro gesichert. Doch dieser Gewinn ist nicht der erste Erfolg der "Maulwürfe".

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Stephan Birnbaum übergibt eine Urkunde an die Maulwurf-AG vor versammelter Schule in Albeck.  Foto: 

Gegenüber der Albecker Grundschule, wo einst Menschen ihre letzte Ruhe fanden, haben Lehrer und Schüler mit einer örtlichen Baumschule und dem Obst- und Gartenbauverein vor Jahren ein Paradies geschaffen: Seit 1998 dient der ehemalige Friedhof als Schul- und Schaugarten. Er wird betreut und betrieben durch eine Arbeitsgemeinschaft aus Dritt- und Viertklässlern unter Anleitung von Cornelia Müller und Theresia Ostertag.

Für das Frühjahr haben sich die Mädchen und Jungen mit ihren Lehrerinnen ein großes Ziel gesetzt: Sie wollen ihren bestehenden Beerengarten erneuern und erweitern. "Im vergangenen Sommer ist uns unsere neu angelegte Himbeerreihe trotz Pflege leider vertrocknet", bedauert Müller. Nun sollen erneut Himbeeren sowie Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und weitere heimische Beerensträucher einen Platz im Schulgarten finden.

Damit diese die heiße Jahreszeit gut überstehen, wird eine Tröpfchen-Bewässerungsanlage installiert. Dass dieser Plan in die Tat umgesetzt werden kann, verdankt die liebevoll Maulwurf-AG getaufte Gruppe der Sozialstiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Unter der Überschrift "Sparda Impuls" hatte die gemeinnützige Einrichtung vorigen Herbst einen Wettbewerb für aktive Grundschulen ausgeschrieben. Insgesamt 15.000 Euro standen für "besonders beeindruckende" Grundschulprojekte aus den Themenbereichen "miteinander füreinander", "kreativ sein und Talente entdecken" sowie "Natur erleben und schützen" bereit.

Die Albecker Schulgarten-AG bewarb sich mit ihrem Beerenprojekt. Mit Bildern, Skizzen, Texten stellte sie ihr Vorhaben dar. "Dann haben wir die Werbetrommel gerührt", erzählt Müller. Jedes Schulprojekt, das mindestens 100 Stimmen sammelt, erzielt unabhängig von der Juryentscheidung eine Basisförderung von 500 Euro. Binnen kürzester Zeit sammelten die Albecker 388 Stimmen. Auch vor der Fachjury - einem Team des Blühenden Barocks Ludwigsburg und seines Direktors Volker Kugel - bestand der Beerengarten: Das Albecker Vorhaben landete in der Kategorie "Natur erleben und schützen" auf den mit 2500 Euro dotierten Platz eins.

Diese Woche nun war der Ulmer Sparda-Filialleiter Stephan Birnbaum zu Gast in Albeck, um den "Maulwürfen" vor versammelter Schule eine Urkunde zu überreichen. Auch Schulleiter Johann Peter Denk dankte den Schülern für ihr großes Engagement: "Ihr seid ein Aushängeschild für uns." Umso mehr, da dieser Sieg nicht der erste Erfolg der rührigen AG ist: 2014 sicherte sich die Gruppe mit ihrem selbst gebauten Insektenhotel den Umweltpreis des Landkreises und bewarb sich bei der Schulgarten-Initiative des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg mit Erfolg um einen Zuschuss für die Errichtung eines Hochbeets. Im vergangenen Jahr erreichten die Schüler mit ihrem Regenwurm-Projekt bei einem bundesweiten Wettbewerb des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft den sechsten Platz.

Sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, kommt für Müller, Ostertag und ihre Schützlinge nicht in Frage: Sobald es die Witterung zulässt, geht die Arbeit im Schulgarten wieder los. Neben neuen Sträuchern soll der Baum des Jahres, eine Albecker Birne, einen Platz hinter den einstigen Friedhofsmauern finden.

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