Erbach voll in Festlaune

Mit einem Oldtimer-Umzug und Familiennachmittag ging am Sonntag die große Stadtparty in Erbach zu Ende. Drei Tage steppte in der Donaugemeinde der Bär.

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    Viele Zuschauer sahen sich gestern den großen Oldtimer-Umzug beim Stadtfest in Erbach an. Foto: 
  • Spiel, Spaß und ein wenig Action gab es an den drei Stadtfesttagen für Eltern und Kinder.  2/3
    Spiel, Spaß und ein wenig Action gab es an den drei Stadtfesttagen für Eltern und Kinder.  Foto: 
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    Stadtfest in Erbach. Foto: 
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„Wir sind sehr zufrieden“, war das wie zu erwarten etwas förmliche Fazit von Bürgermeister Achim Gaus. Mit „bolla guat“, ließ der Vorsitzende des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Thomas Knöpfle seiner Gefühlslage freien Lauf. Gaus und Knöpfle meinten das Gleiche: den Verlauf des Erbacher Stadtfestes, mit dem die Kommune zugleich 15 Jahre Stadterhebung feierte.

Bereits zur Halbzeit, dem Überreichen des Stadtpokals an den TSV Erbach am Samstagabend, meinte der Bürgermeister „eine Auffrischung“ des Traditionsfests zu spüren. Das sei der Neuformierung der 17 beteiligten Vereine als „ARGE Stadtfest“ zu verdanken. Rathauschef Gaus ermunterte die jetzige Generation zum Weitermachen. Knöpfle bestätigte: „Die Zusammenarbeit ist sehr kollegial. Wir harmonieren gut“, sagte der HGV-Vorsitzende.

Grundsätzlich hat sich zwar nichts geändert in Erbach, aber es waren wohl die kleinen Stellschrauben, wie eine geänderte Anordnung von Ständen, die dem Fest einen neuen Schub gegeben haben. Das war bereits beim Start des Fests, dem Stadtlauf am vergangenen Freitag zu spüren. Mehr als 500 Läufer, Walker und Radfahrer hatten sich im Donauwinkelstadion auf den Weg gemacht. Mehr als in den vergangenen Jahren. Vor allem bei Radfahrern scheint die Stadttour immer beliebter zu werden.

Anschließend stieg in der Badeanlage die Stadtgeburtstagsparty. Mehr als 3000 Besucher feierten bei der Musik der „Albkracher“ und beim großen bengalischen Feuer, das gegen 22 Uhr den See in ein festliches Licht tauchte. Gegen 2 Uhr bat der Sicherheitsdienst die Hartgesottenen schließlich hinaus. Wie schon den ganzen Abend hatten die Security-Damen und -Herren in Schwarz dabei mit keinen echten Problemen zu kämpfen.

Am Samstag ging es für die Kicker aus Dellmensingen, Donaurieden, Erbach, Ersingen und Ringingen schon vor dem Mittag los. Den vergangenes Jahr nach vielen Jahren Pause erstmals wieder ausgetragenen Wettbewerb gewann der SV Ringingen (SVR). Diesmal musste Ringingen  sich vor Ersingen mit dem zweiten Platz begnügen. Den Pott holten sich die Erbacher. „Die ersten beiden Spiele haben wir echt vergeigt“, wurmte es SVR-Spielführer Raphael Müller etwas bei der Übergabe des Pokals auf dem Rathausplatz.

Dorthin waren Fest und gute Stimmung für Tag zwei und drei umgezogen. Auf der Bühne sorgten „Live on Stage“ für Stimmung, an den Ständen der Vereine auf dem Platz links und rechts der Erlenbachstraße gab es allerlei Kulinarisches. Wieder war es spät nach Mitternacht, bis bei dem Fest Ruhe einkehrte.

Mit einer voller „Kirche“ startete am Sonntag das Fest wiederum auf dem Rathausplatz mit einem vom katholischen Pfarrer Joachim Haas und von Michael Hauser von der evangelischen Schwesterkirche geleiteten ökumenischen Gottesdienst. Für Erheiterung sorgte die Fürbitte eines Schülers, der Gott für die Ferien dankte. Den musikalischen Rahmen setzte die Gruppe „Shendoa“. Da wehte bereits verführerischer Duft von den Essensständen über den Platz. Folglich dauerte es nur Minuten, bis die Besucher ungeniert zum Essen übergingen.

Ein Bummel durch die Festmeile und den Flohmarkt war da eine willkommene Abwechslung. Spätestens zum großen Oldtimer-Umzug wurden die Sitz- gegen Stehplätze am Straßenrand eingetauscht. Dutzendweise tuckerten Traktoren von Lanz, Fendt, Allgaier, Güldner und Fahr durch die Menschenreihen. Dazwischen einige betagte Opel wie ein schwergewichtiger „Diplomat“ und das Miniauto „Isetta“ von BMW. Dank eines drei Tage anhaltenden tollen Festwetters steuerte Erbach danach mit Trubel dem Abend entgegen. Mittendrin ein zufriedener Bürgermeister. „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Achim Gaus.

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