Erbach lehnt neue Wehranlage ab

Erbach sagt Nein zu einem neuen Donauwehr bei Ersingen. Zuerst müsse die Hochwassergefahr für den Teilort geklärt werden.

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Seit 1926 betreiben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) bei Donaustetten an der Donau ein Wasserkraftwerk. Nun wollen die SWU eine neue Wehranlage bauen. Der Technische Ausschuss des Erbacher Gemeinderats hat das Baugesuch jedoch abgelehnt. Hintergrund sind die neuen, vom Land veröffentlichten Hochwassergefahrenkarten, die auch für Ersingen neue Erkenntnisse brachten. Bei einem sogenannten 100-jährigen Hochwasser stünde das Wasser in der Dellmensinger Straße bis zu 70 Zentimeter hoch. Überraschend: Die Flut kommt dabei nicht von der Donau, sondern aus dem Bereich der Wehr-Anlage, die den Stausee speist. Von dort findet es den Weg zurück in den Erbacher Teilort.

Die Stadtwerke wollen das "Einlaufbauwerk" für das Kraftwerk erneuern, da das bisherige marode sei. Es diene zugleich als Brücke für einen Feldweg und sei wegen des schlechten Zustands seit geraumer Zeit auf zwei Tonnen Traglast beschränkt. Künftig soll es Schwerlastfahrzeuge bis 60 Tonnen tragen, informierte der Leiter der Bauverwaltung, Uwe Gerstlauer.

Die Absage sei nicht grundsätzlich, stellte Bürgermeister Achim Gaus klar. Die Energiegewinnung durch das Kraftwerk Donaustetten werde begrüßt. Gut hieß er auch die Anpassung der Traglast. Der Weg erschließe nicht nur die Felder, sondern sei auch ein beliebter Spazierweg für Fußgänger und Radfahrer. Dem Abriss sowie dem Neubau stehe nichts entgegen, "sobald die Hochwassergefahr geklärt ist".

Der Ablehnung schloss sich das Gremium einstimmig an. Danach werden die Stadtwerke aufgefordert, die Gefahren durch das Wehr und den Staupegel zu analysieren und mit der Verwaltung zu besprechen. "Wenn das Wehr erst gebaut ist, haben wir nur noch einen geringen Einfluss", ergänzte Gerstlauer.

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