Endgültiger Abschied von Weihnachten

Das Machtolsheimer Funkenfeuer ist in diesem Jahr kleiner als früher gewesen, aber mehr Leute als sonst haben sich davon anziehen lassen.

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Bereits seit rund zwei Jahrzehnten brennen die Mitglieder des Machtolsheimer Sportvereins die zuvor eingesammelten Christbäume in einem großen Funkenfeuer ab. Auch am Samstag brannten Nadelbäume, die noch vor wenigen Wochen schillernd geschmückt waren mit vielen anderen in einem meterhohen Haufen. Zahlreiche Machtolsheimer waren gekommen, um das Züngeln und Lecken der Flammen, die glühenden Funken und das zischende Geräusch zu erleben, wenn sich das Feuer durchs Holz frisst.

Überwiegend Familien mit Kleinkindern und Jugendliche verfolgten das rund eineinhalbstündige Flammenspektakel. Doch bis die einstigen Christbäume nieder gebrannt waren, wartete kaum jemand. Denn vom erstmals aufgestellten Partyzelt duftete es verlockend nach Roten Würsten sowie Punsch und Glühwein. Damit wärmten sich die Zuschauer gerne auf. Bedingt durch die frühe Fasnet in diesem Jahr, fiel auch das Funkenfeuer auf den kalten Februar. Es findet am ersten Samstag nach Fasnetstatt.

Früher war das Funkenfeuer dazu gedacht, dass sich die Menschen an den Christbäumen, die zuvor an ihren Häusern eingesammelt wurden, aufwärmen konnten. Doch schon lange hat es andere Ausmaße angenommen. Freunde und Familienangehörige begleiten die ehemaligen Christbaumbesitzer zum Funkenfeuer. Und weil ein Feuer brannte, lag es schnell nahe, dort auch Würste zu braten.

Da für viele der Platz zu weit weg vom Ort war und in Laichingen und Feldstetten jetzt eigenständig Christbäume gesammelt werden, verlegte der Sportverein das Funkenfeuer in die Nähe des Sportplatzes. Der aufgehäufte Berg aus Bäumen ist zwar lange nicht mehr so hoch wie früher, weil er nur noch aus Machtolsheimer Christbäumen besteht, doch es kommen mehr Zuschauer.

Als am Samstag alle Würste und Zwiebelbrote gegessen waren sowie Glühwein und Bier getrunken, ging es für die Zuschauer nach Hause. Fünf Männer der Freiwilligen Feuerwehr mussten bleiben und Brandwache halten. Denn die Glut des Feuers hält noch einige Stunden an.

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