Einstein-Triathlon über die Alb: „Die sind nicht zu beneiden“

Ab auf die Alb: Bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 27 Grad radelten die rund 1000 Teilnehmer des 5. Einstein-Triathlons durch die Region.

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Der Sonntag machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Kein Wölkchen trübte den Himmel, unter dem sich auf den Straßen alles tummelte, was Beine oder Räder hatte. Doch nicht alle waren zum reinen Vergnügen angetreten: der fünfte Einstein-Triathlon forderte Schweiß.

Markus Ebel, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberelchingen, lässt kurz vor Zehn noch schnell die letzten Autos an der Klostersteige durch, bis über Funk das Signal kommt, die Sperren zu errichten. „Viele Autofahrer regen sich darüber auf, dass zum Teil Hauptverkehrsstrecken für ein paar Stunden gesperrt werden müssen. Sie werden manchmal richtig aggressiv, sagt der 24-Jährige. „Selbst die Anwohner diskutieren, obwohl es doch nur ein Tag im Jahr ist und auch rechtzeitig angekündigt wird. Das verstehe ich überhaupt nicht.“ Ebel ist einer der 450 freiwilligen Helfer aus Feuerwehren und Vereinen, die überall auf der Strecke verteilt für Ordnung und Sicherheit sorgen. Ehrenamtlich. Trotz der Hitze in voller Einsatzkleidung. Das ist Vorschrift.

Gleich nebenan macht sich am Straßenrand die Gruppe Samba Puoco Luoco bereit. Sie sind schon seit dem ersten Einstein-Triathlon dabei und freuen sich, den Fahrern mit ihren Trommeln neue Energie mit auf den Weg geben zu können. „Die Fahrer kommen sogar manchmal hinterher zu uns und bedanken sich“, erzählt Leiter Peter Benedikter stolz. Als der erste Fahrer um die Ecke biegt, ist dank der Schläge auf die Fundos, Dobras, Repiniques und Timbas jetzt sicher auch der letzte Langschläfer im Dorf wach.

Extra früh aus den Federn gehüpft dagegen ist Familie Lange. Sie wohnt drei Straßen entfernt und hat sich absichtlich am unteren Teil der Klostersteige postiert. „Wir wollen schließlich den Samba hören“, erklärt Papa Jürgen. Mama Karin und Tochter Yrla nicken zustimmend. Für die Fahrer haben sie große Bewunderung übrig. „Die sind wirklich nicht zu beneiden heute“.

Die Zuschauerzahl am Straßenrand ist nur mäßig. Alle ausgestattet mit Hut oder Schirm, und dick eingeschmiert mit Sonnenschutz. Oben vor der Klosterkirche warten die Helfer der Karnevalsgesellschaft Greane Krapfa auf den ersten Andrang. „Die Kirche macht gerade eine Gegenveranstaltung“, scherzen sie. Es sei aber generell ruhiger als sonst. Die Informationen aus den Lautsprechern über die vorbeikommenden Fahrer würden schon fehlen. Im letzten Jahr habe es die gegeben. Da müssen die Cheerleaderinnen  der „Be Famous Cheer Company Oberelchingen“  wohl ein bisschen lauter rufen. Sie begrüßen die Radler nach der anstrengenden Klostersteige im blau-silbernen Glitzerdress und wedelnden Pompons.

Den 40 Kilometer langen Rad-Rundweg über Böfingen, Burlafingen, Elchingen, Göttingen, Albeck, St. Nikolaus, Hörvelsingen, Beimerstetten, Hagen, Jungingen und das Örlinger Tal müssen die Athleten der Mitteldistanz sogar zweimal fahren.

Nährstoffgel und Schwämme

Da kommt die Versorgungsstation in Beimerstetten gerade recht. Der Hagener Weg liegt voller  Trinkflaschen, die die Helfer schnell wegräumen und den dankbaren Athleten neue Flaschen mit Wasser oder Isogetränk in die Hand drücken. Auch Nährstoffgel und nasse Schwämme halten sie bereit. Reggae-Sound tönt aus den Boxen und weiter geht’s Richtung Ziel.  Am Ende des Tages hat es laut DRK-Einsatzleiter Michael Jenner keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben. Alle Teilnehmer seien fit gewesen und gut mit der Hitze umgegangen. Sein Fazit: „Das war ein gut organisierter, rundum gelungener Tag.“

1 Helle, eng anliegende, atmungsaktive Kleidung, Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille tragen.

2 Nasse Schwämme können am Körper befestigt werden. Zum Beispiel unter der Kopfbedeckung oder unter dem Oberteil. Bei Gelegenheit neu befeuchten oder austauschen.

3 Wann immer es Wasser gibt: nicht nur trinken, sondern auch über den Körper schütten.

4 Nach dem Aufwärmen mit Eiswürfeln oder Coolpacks im Schatten die Körpertemperatur senken. Nicht direkt auf die Haut legen.

5 Wasserfesten Sonnenschutz für die Haut auftragen.

6 Ach beim Schwimmen schwitzt man. Trinken nicht vergessen.

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