Einen Kuss für den Ortsteil Dorndorf

Im Illerriedener Teilort Dorndorf lässt es sich gut leben, finden Ursula und Wolfgang Dauser. Auch ihre Kinder haben sich dort immer wohlgefühlt.

|
Ursula und Wolfgang Dauser fühlen sich in Dorndorf sehr wohl. Foto: Braun

Zum absoluten Wohn-Glück fehlt Familie Dauser nur ein kleines Flüsschen, das durch ihr Grundstück fließt. "Ein kleines Bächle quer durch die Wiese, das wärs noch - dann wäre das hier das Paradies", sagt Wolfgang Dauser. Dabei ist der Illerriedener Teilort Dorndorf alles andere als der Nabel der Welt. Sogar der Einkaufsladen, den es Mitte der 1970er Jahre beim Bau ihres Hauses noch gab, ist inzwischen verschwunden. "Die Betreiber meinten, dass sich ihr Laden hätte halten können, wenn jeder Dorndorfer nur einmal in der Woche dort ein wenig eingekauft hätte", erinnert sich Ursula Dauser.

Das Ehepaar Dauser gehörte im Jahr 1976 zu den ersten neu Zugezogenen in dem gerade entstandenen Baugebiet in Dorndorf. Ursula Dauser, die aus Oberfranken stammt, und ihr Mann Wolfgang, in Ulm-Wiblingen groß geworden, verliebten sich gleich beim ersten Besichtigungstermin in das Stückchen Erde. "Wir brauchen einfach eine hügelige Landschaft und den nahegelegenen Wald", sagt der gelernte Rundfunk-Spezialist, der sich zuvor Grundstücke in bis zu 50 Kilometer Entfernung angeschaut hatte.

In Dorndorf hatten die Dausers schließlich den Ort gefunden, der ihrer Lebenseinstellung am nächsten kommt: mit allen Menschen auf Augenhöhe reden zu können und Bedürftige nach Möglichkeit zu unterstützen. So erscheint es wenig verwunderlich, dass sich bei dem Ehepaar nach und nach eine ganze Tierfarm einfand. "Wir sind hier ein wenig wie die Arche Noah", umschreibt es Wolfgang Dauser, und seine Ehefrau Ursula, die über die Grenzen Dorndorfs als Künstlerin bekanntgeworden ist, fügt hinzu: "Wir können halt so schlecht Nein sagen, wenn eines unserer Kinder oder auch Bekannte auf uns zukommen und ein Tier bei uns unterstellen möchten." Viele dieser Tiere - darunter Hunde, Katzen und zwei Pferde - sind bei ihren "Pflegeeltern" geblieben.

Wohlgefühlt in Dorndorf haben sich auch ihre drei Kinder. "Immer wieder hören wir von unseren mittlerweile um die 30 Jahre alten Kindern, dass sie hier eine ganz tolle Kindheit und Jugend verbracht haben", sagt Ursula Dauser. Ihr Mann Wolfgang drückt es so aus: "Eigentlich müsste man auf das Ortsschild Dorndorf einen dieser Aufklebe-Küsse aufkleben."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Drei Millionen Euro für neue SSV-Duschen

Nach heftiger Debatte über die Sporförderung hat der Rat die Sanierung des Baus an der Gänswiese einstimmig durchgewunken. weiter lesen