Eine riesige Venus als Wegweiser

Seit Donnerstag weist eine knapp vier Meter hohe stilisierte Venusfigur Besuchern in Blaubeuren den Weg zum Urgeschichtlichen Museum (Urmu). Die Kosten teilen sich Stadt und Museumsstiftung.

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Zum Termin an der Venus kamen (von links) Stadtbaumeister Martin Schenk, Georg Hiller von der Urmu-Stiftung, Stefanie Dispan von der Tourist-Info, Bürgermeister Jörg Seibold und die SPD-Stadträtin Christel Seppelfeld.  Foto: 

Sie ist unübersehbar, wenn auch nicht gleich als das zu identifizieren, was sie darstellen soll: Seit Donnerstag steht eine knapp vier Meter hohe stilisierte Venus am Durchgang von der Straße "Auf dem Graben" zum Urgeschichtlichen Museum. Die Skulptur weist Blaubeuren-Touristen den Weg ins Urmu und zur Tourist-Info. "An der Figur darf man sich ruhig reiben", sagte Bürgermeister Jörg Seibold nach der Aufstellung. Auf eine feierliche Enthüllung hatte die Stadt verzichtet.

Die Stadt und die Stiftung des Urgeschichtlichen Museums wollten ein Merkzeichen setzen, das durch Form und Größe auffällt. Die Figur wurde vom Ulmer Unternehmen "Burkert ideenreich" entwickelt, hergestellt hat sie die Firma Leibing in Neenstetten. Die Stahlkonstruktion ist etwa 250 Kilo schwer und fest im Boden verankert, so dass sie Wind und Wetter trotzen kann, wie Seibold betonte. Ursprünglich sollte ein weiteres Merkzeichen mit mehr als vier Metern Höhe auch auf dem Kirchplatz montiert werden. Doch nachdem man mittels Brettern die Dimensionen dargestellt hatte, kam die Verwaltung aus ästhetischen Gründen davon ab.

Sie wäre in dieser Größe dort einfach zu mächtig gewesen, erläuterte Seibold. Statt dessen wurde die Figur in etwas kleinerer Form nur auf dem neu geschaffenen, kleinen Platz am Durchgang zum Urmu aufgestellt, direkt vor dem Museums weist eine kleinere Schwester direkt auf den Eingang hin.

Beide Venusfiguren haben zusammen 22.000 Euro gekostet. Die Kosten teilen sich Stadt und Stiftung, wie Georg Hiller als geschäftsführender Vorsitzender des Urmu betonte. Der Standort sei mit Bedacht gewählt worden, denn ortsfremde Besucher würden durch Hinweisschilder zu den Parkplätzen entlang der Straße "Auf dem Graben" gelenkt. Hier fällt ihnen die stilisierte Venus sofort ins Auge - als blaue Figur mit weißer Schrift.

Nicht jeder werde in der Figur sofort die Venus vom Hohlen Fels erkennen, die im Urgeschichtlichen Museum "als ältestes Kunstwerk der Menschheit" vermarktet und ausgestellt wird. Aber schon das Rätselraten lenke die Aufmerksamkeit auf die Figur und sei gewollt, erklärte Bürgermeister Jörg Seibold.

"Wir sind sehr zufrieden", äußerte sich Stefanie Dispan, die Leiterin der Tourist-Info, die im gleichen Gebäude wie das Urgeschichtliche Museum untergebracht ist. Seit der Wieder-Eröffnung 2014 zählte das Urmu bis Ende vergangenen Jahres 55.000 Besucher, weitere 19.000 kamen in die Tourist-Info. Mit der mächtigen Venus als Merkzeichen sollen die Besucherströme in Blaubeuren weiter ansteigen.

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