Dorfbrunnenfest der Gemeinde Wain ist Hommage an die Heimat

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Zahlreiche Besucher nutzten das schöne Wetter, um auf das siebte Dorfbrunnenfest nach Wain zu kommen.  Foto: 

Beim Dorfbrunnenfest in Wain kommen alle zusammen: Vereine, Gemeinderäte, Jubilare und natürlich zahlreiche Bürger. Auch bei der siebten Auflage des Festes im Ortskern vor dem Rathaus am gestrigen Vatertag passte alles.

Schon morgens beim Gottesdienst in der Michaelskirche zeigte sich die Sonne an Christi Himmelfahrt von ihrer besten Seite. Musikalisch begleitete der Posaunenchor und der Kindergarten die Messe, im Anschluss begrüßte Bürgermeister Stephan Mantz die Gäste. Wer die Geschichte von Wains Dorfbrunnen vor dem Rathaus nicht kannte, konnte sein Wissen durch den Vortrag von Pfarrer Ernst Eyrich auffrischen. Der Brunnen wurde 1998 vom Regglisweiler Künstler Reiner Schlecker geschaffen. Dabei hat jede Figur und die Brunnenform eine ganz bestimmte Bedeutung. Musikalisch umrahmt vom „Brunnenlied“ der Kindergartenkinder zeigte Eyrich die wichtige Bedeutung des Brunnens für die Gemeinde. Er erinnerte an die Geschichte evangelischer Glaubensflüchtlinge aus Österreich, die in Wain eine neue Heimat fanden.

Bürgermeister Mantz empfing anschließend rund 90 Jubilare aus der Gemeinde. „Es ist Tradition beim Dorfbrunnenfest alle Bürger mit einem runden Geburtstag einzuladen“, sagte der Rathauschef. Insgesamt hatte er rund an die 300 Bürger im Vorfeld angeschrieben. Dabei hatte sich Mantz etwas Besonderes unter dem Motto „Heimat“ einfallen lassen. Mantz erzählte von einem viertätigen Workshop, den er besuchte. „Das Thema war Heimat und heut zum Dorfbrunnenfest passt das ganz gut.“ Dazu stellte der Bürgermeister die Wainer auf die eine Seite des Raumes und die ehemaligen Bürger auf die andere. Dann selektierte er nach dem Alter und fragte in die Runde: „Was fällt ihnen auf?“ Wain sei die Heimat und alle aus der Gesellschaft gehören dazu. Deshalb könne man die Menschen nicht nach modern und alt trennen. In den Zeiten der Globalisierung und einer schnelllebigen Welt seien Werte wie Bodenständigkeit enorm wichtig. In dem Workshop sei es darum gegangen, wie Wain in 20 bis 30 Jahren aussehen würde. „Die moderne Technik stellt Brücken her, damit man auf dem Dorf nicht abgehängt wird“, sagte der Bürgermeister. Heute könne jeder online auf zahlreichen Bibliotheken zugreifen und irgendwann, wenn selbstfahrende Autos selbstverständlich seien, könnten sich alte Menschen vom Dorf problemlos in die Stadt fahren lassen.

Nachmittags gab es im Halbstundentakt ein abwechslungsreiches Programm. Musikalische Darbietungen zeigten der Posaunenchor, die Schülergruppe des Musikvereins und die Flötenkinder aus dem Kindergarten und den Grundschulen. Viel Spaß hatten die Besucher auch bei dem von der Abteilung Leichtathletik des Turn- und Sportvereins organisierten „Gummistiefelweitwurf“. Zudem wartete nachmittags noch das Torwandschießen mit drei Wainer Mannschaften aus dem öffentlichen Leben auf die Gäste. Für die Kinder hatte die Feuerwehr wieder eine Löschwand aufgestellt, zudem gab es eine Entdeckungstour durch die Kirche.

Das Dorfbrunnenfest in Wain findet im zweijährigen Rhythmus statt. Wie viele Mitwirkende und Besucher meinten, sei es aus dem Gemeindekalender nicht mehr weg zu denken. Vele Festgänger waren seit der ersten Auflage vor 14 Jahren stets treu mit von der Partie. dave

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