Eine Erfolgsgeschichte

Als ehrenamtlicher Rettungsdienst hat es vor 50 Jahren begonnen. Heute ist der ASB Alb & Stauferland einer der größten Regionalverbände Deutschlands. Jetzt wurde mit Wegbegleitern Geburtstag gefeiert.

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50 Jahres ASB, zuerst als Kolonne Merklingen, jetzt als Alb & Stauferland: Merklingens Bürgermeister Sven Kneipp (links) bringt zum Geburtstag ein Bäumchen mit, Geschäftsführer Lutz Schönefeld freut sich.  Foto: 

Vor einem halben Jahrhundert, genauer gesagt am 2. Januar 1965, wurde "die Kolonne Merklingen" des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ins Leben gerufen. Georg Weberruß und 13 weitere Mitstreiter waren es, die sich dazu verpflichteten hatten, "an jedem Ort, zu jeder Zeit, zur Ersten Hilfe bereit zu sein". 50 Jahre später ist aus der Kolonne der ASB Alb und Stauferland geworden, freute sich Vorsitzender Lutz Schönefeld, der zur Geburtstagsfeier in der Merklinger Gemeindehalle mehr als 100 Gäste geladen hatte.

Bis vor knapp 20 Jahren wurde der ASB nur von ehrenamtlichen Samaritern geleitet. Heute sind dort 244 Mitarbeiter in den Bereichen Rettungswesen, Pflege und Kindergarten beschäftigt. Außerdem hat der ASB Regionalverband knapp 5000 Mitglieder in seinen Reihen, von denen sich rund 3000 ehrenamtlich engagieren. "Dank dieser Helfer konnten über die Jahre verteilt Rettungs- und Sanitätsdienste wahrgenommen, Katastropheneinsätze koordiniert und Dienste in der Pflege durchgeführt werden", erläuterte Schönefeld. Um die Zukunft mache er sich keine Sorgen. "Dank der großartigen Leistung der Arbeiter-Samariter-Jugend werden auch in den nächsten Jahren genügend ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stehen."

Dass der Regionalverband heute so gut dastehe, sei zwei Männern zu verdanken. Zum einen dem Ehrenvorsitzenden Georg Weberuß, als zweiter Person Günter Feucht, der die zweiten 25 Jahre entscheidend mitgeprägt habe. Er führte die Rettungsbereitschaft rund um die Uhr ein, und legte einen zweiten Schwerpunkt auf den sozialen Bereich. So baute er die ambulanten Pflege in Merklingen auf und übernahm den Kindergarten sowie die ambulante Pflege in Ebersbach. Danach eröffnete Feucht die Pflegeheime in Merklingen, Heroldstatt, Göppingen und Ebersbach an der Fils. Feucht war, nachdem er im Unfrieden vom ASB geschieden war, trotz Einladung nicht zur Geburtstagsfeier erschienen.

Seinen und den Namen seines Vorgängers nahm auch Karl-Eugen Altdörfer, der stellvertretende ASB-Landesvorsitzende, gleich mehrmals in der Mund, als er die vergangenen 50 Jahre Revue passieren ließ. 1967 wurde in Merklingen erstmals Erste-Hilfe-Kurse angeboten, ein Jahr später ein Krankenwagen angeschafft. 1970 folgte die Gründung der Jugendgruppe, zwölf Monate später nahm der Ortsverein den Rettungsdienst an der Autobahn A 8 auf. "Bis heute ein großes Einsatzfeld des Rettungsdienstes in der Region", so Altdörfer. "Die Merklinger Samariter haben damals neue Ideen und neue ehrenamtliche Strukturen im Bereich des Rettungsdienstes entwickelt." Ihr Ziel, einen zusätzlichen Rettungswache-Standort auf der Alb dauerhaft auszubauen, sei verwirklicht worden.

"Das Projekt Merklingen ist eine Erfolgsgeschichte geworden", lobte Altdörfer unter Beifall der Gäste. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamt gelte dies in allen Bereichen. Das unterstrich auch Wilhelm Müller, der ehemalige Bundesgeschäftsführer, der ebenfalls zum Feiern kam.

Heute sei der ASB in und um Merklingen nicht mehr wegzudenken, betonte Bürgermeister Sven Kneipp. Er erinnerte an die umfangreiche Angebotspalette. Dabei nannte er unter anderem den Rettungsdienst, den Notartzubringer, die Altenhilfe sowie die Kinder- und Jugendarbeit. Auch Essen auf Rädern, Behindertenfahrdienste und Erste-Hilfe-Kurse sprach er an. "Mit unheimlich viel Einsatzbereitschaft, Idealismus, Kraft und Zeit wurde dieser Verein seit 1965 Jahr um Jahr größer."

Nur drei Vorsitzende (Georg Weberruß von 1965 bis 1990, Günter Feucht von 1990 bis 2015, derzeit Lutz Schönefeld) hatte der ASB Region Alb und Stauferland bislang. "Sicherlich hat diese Kontinuität zu einer herausragenden Vereinsentwicklung beigetragen", sagte Kneipp, der seit Januar 1993 ASB-Mitglied und "ehrenamtlich Rettung gefahren" ist. Besonders sei ihm die "tolle Kameradschaft" in Erinnerung geblieben. Als Geburtstagsgeschenk brachte er einen Baum und 500 Euro mit.

Auch "Hillus Herztropfa" zeigten sich spendabel. Das Comedy-Duo, das das Rahmenprogramm bestritt, spendete seine Gage dem Geburtstagskind.

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