Eine bessere Welt als Ziel 60 Botschafter für "Plant for the Planet"

Sie sind 12 und 13 Jahre alt und engagieren sich für das Klima: Jenny und Franziska haben für die Akademie "Plant for the Planet" rund 60 Kinder motiviert, Bäume zu pflanzen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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  • Franziska Funk (12) engagiert sich für "Plant for the Planet". Gemeinsam mit . . . 1/2
    Franziska Funk (12) engagiert sich für "Plant for the Planet". Gemeinsam mit . . .
  • . . . Jenny Wiezorek (13) bildet sie neue Botschafter für die Initiative aus. Fotos: Elena Kretschmer 2/2
    . . . Jenny Wiezorek (13) bildet sie neue Botschafter für die Initiative aus. Fotos: Elena Kretschmer
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1000 Milliarden Bäume sollen es einmal sein, die die Akademie "Plant for the Planet" gemeinsam mit Kindern auf der ganzen Welt gepflanzt haben wird. In Dornstadt hat am Samstag ein Schulungstag stattgefunden, bei dem rund 60 junge Teilnehmer zu Botschaftern in Sachen Klimagerechtigkeit ausgebildet wurden. Neben der Baumpflanzaktion erklärten Jennifer Wiezorek und Franziska Funk den Kindern in einem Vortrag, was es mit der Klimakrise auf sich hat und was die Akademie dagegen tut.

Mit der Idee eines Schülers hat alles begonnen: Felix Finkbeiner hielt im Januar 2007 ein Referat über die Klimakrise. Inspiriert von der kenianischen Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die in Afrika 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, und um etwas für den CO2-Ausgleich auf der Welt zu tun, forderte er am Ende seines Vortrags seine Mitschüler auf: "Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!" Zwei Monate später wurde vor Felix Schule der erste Baum gepflanzt. Die Vision des damals Neunjährigen wurde zur weltweiten Kinder- und Jugendinitiative mit dem Namen "Plant for the Planet", in der sich rund 100 000 Kinder für Klimagerechtigkeit einsetzen.

Darunter sind auch die 13-jährige Jennifer Wiezorek und die 12-jährige Franziska Funk aus Bermaringen. Die beiden haben 2012 an der Akademie in Dornstadt teilgenommen, die die Gemeinde im Rahmen des Projekts "Bildung für nachhaltige Entwicklung" eingerichtet hatte. Dort wurden sie zu Botschafterinnen ausgebildet und sind seitdem Feuer und Flamme für das Projekt. "Ich finde es toll, etwas für die Zukunft zu tun", sagt Jenny.

Ihr Wissen geben sie nun weiter. So erklärte Franziska ihren Altersgenossen, dass die Auswirkungen der Klimakrise schon heute zu sehen sind: etwa an Dürren und Überschwemmungen. Verursacht werden diese durch den übermäßigen CO2-Ausstoß auf der Welt, den "Plant for the Planet" durch ihre Baumpflanzaktionen verringern will. "Wenn jeder Mensch auf der Welt 150 Bäume pflanzt, kann der CO2-Ausstoß nachhaltig gesenkt werden", sagte Franziska.

"Wir wollen 1000 Milliarden Bäume pflanzen. Fossile Energieträger wie Erdgas, Kohle und Erdöl sollen im Boden bleiben. Stattdessen soll auf erneuerbare Quellen wie Windkraft und Photovoltaik gezählt werden. Und wir wollen Armut mit Klimagerechtigkeit bekämpfen", fasste Jenny die Ideen zusammen. Jeder könne dazu beitragen, machten die Realschülerinnen deutlich: zum Beispiel durch Vorträge, Interviews, Spendenaktionen oder auch durch den Verkauf der eigens für das Projekt kreierten "Die Gute Schokolade".

Seit 2011 hat "Plant for the Planet" eine demokratische Struktur mit einem Weltvorstand. Dieser besteht aus jeweils 14 Kindern und Jugendlichen aus acht Nationen. Dazu gehört Franziska, die sich vor zwei Jahren um das Amt beworben hatte und prompt gewählt wurde. "Einmal im Monat telefonieren sich die Vorstände im Internet zusammen und besprechen wichtige Themen", erklärte die Gymnasiastin.

Franziska und Jenny haben sich das Ziel gesetzt, je 150 Bäume zu pflanzen. Das sei eine Herausforderung, aber durchaus machbar. Und natürlich hoffen die beiden, dass einige der neuen Botschafter der Akademie sich ebenso für "Plant for the Planet" begeistern wie sie selbst und sich mit ebenso viel Elan für die Sache einsetzen.

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Kommentare

15.04.2014 09:48 Uhr

wenn Wünsche auf die Wirklichkeit treffen

Tja, lieber Felix Finkbeiner, die Idee eine Million Bäume auch bei uns zu pflanzen, kann ich nur unterstützen. Leider gibt es in unserem Land aber Kräfte, die genau diese Bäume lieber heute als morgen für unsinnige Windkraftprojekte im Wald wieder fällen möchten. Noch was, seit ich meine Pflanzen Co2 zuführe, wachsen die viel schneller als die anderen. Dieses in der Atmophäre nur in sehr geringen Mengen vorkommende Spurengas scheint doch auch seine Vorzüge zu haben.

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