Ein perfektes Sommervergnügen

Hochsommerliche Temperaturen bescherten Bürgerwehr und Stadtkapelle bei der Altstadthockete einen vollen Markplatz. In gemütlicher Runde genossen die Bürger besonders die Blasmusik aus Kirchhaslach.

|
Vorherige Inhalte
  • Kaiserwetter für den traditionellen Dietenheimer Altstadthock: Bei lauen Temperaturen hielten es die Gäste vom frühen Abend bis tief in die Nacht hinein gut aus in der herausgeputzten guten Stube der Stadt. Fotos: Dieter Gräter 1/3
    Kaiserwetter für den traditionellen Dietenheimer Altstadthock: Bei lauen Temperaturen hielten es die Gäste vom frühen Abend bis tief in die Nacht hinein gut aus in der herausgeputzten guten Stube der Stadt. Fotos: Dieter Gräter
  • Stimmungsgaranten: Die Blasmusiker aus Kirchhaslach. 2/3
    Stimmungsgaranten: Die Blasmusiker aus Kirchhaslach.
  • Exakt 2332 Kronkorken waren im Glas: Altbürgermeister Straub hats gezählt. 3/3
    Exakt 2332 Kronkorken waren im Glas: Altbürgermeister Straub hats gezählt.
Nächste Inhalte

Die samstägliche Sommerhitze sorgte dafür, dass um 17 Uhr, zur Eröffnung der traditionellen Altstadthockete, der Besucherandrang noch etwas verhalten ausfiel. Eine Stunde später, als die Musiker der Blaskapelle aus Kirchhaslach im Unterallgäu zu ihren Instrumenten griffen, füllte sich Dietenheims gute Stube. Tatsächlich fanden geschätzte 2000 Gäste aus nah und fern auch in diesem Jahr ein gemütliches Plätzchen zum Plauschen. Dabei konnten die Besucher auch das vielseitige Angebot aus der Musikantenküche, die kühlen Getränke der Bürgerwehr genießen. Weitere Unterhaltungsangebote machten den Sommerabend perfekt.

Zum Beispiel die Musik. Mit den Musikanten aus Kirchhaslach hatten die Verantwortlichen beider Vereine einen Glücksgriff getan. Die Haslacher zündeten bis kurz vor Mitternacht ein Blasmusikfeuerwerk. Dabei glänzten die Gäste aus dem Bayerischen mit jeder Menge Solo-Einlagen. Sie boten Gesangsdarbietungen ebenso wie Shows, moderne Arrangements, traditionelle Blasmusik, Schlager und Hits. Besonders begeistert aufgenommen wurden die Musicalmelodien, die eine Gruppe von Sängerinnen und Sänger perfekt intonierte.

Immer wieder erhielt die Kapelle Sonderbeifall, dem sich auch Bürgermeister Christopher Eh, sein Vorgänger Sigisbert Straub und Ferienpfarrer Ignatius aus Uganda mit anschlossen. Letzterer fühlt sich im Illertal sichtlich immer wohler.

Zu einer Freilufthockete gehört neben einem kühlen Bier und anderen Getränken ein deftiges Essen. So war es nur allzu natürlich, dass die schwäbischen Schmankerl gefragter denn je waren. "Alles ist aufgegessen worden, ein Zeichen dafür, dass es allen geschmeckt hat", resümierte Stadtkapellenchef Erwin Rupp am frühen Sonntagmorgen. Er hatte mit seiner Mannschaft wieder einmal auf den Punkt disponiert und konnte bei allen Speisen "ausverkauft" melden. Grund zur Freude hatte auch die Historische Bürgerwehr, deren Gulaschkanone auch heuer im Blickpunkt des Interesses stand und leckeres Gulasch "ausspuckte".

Wer besondere Gemütlichkeit suchte, der war in der schnuckeligen Weinlaube bei Renate Münst bestens aufgehoben. Sie kredenzte nicht nur gute Tropfen aus aller Herren Länder, sondern auch Käsespezialitäten. Dicht umlagert war das Unterhaltungsangebot, allen voran das Kronkorkenschätzen. Altbürgermeister Sigisbert Straub, seines Zeichens auch stellvertretender Bürgerwehrkommandant, hatte mit seinen Kollegen alle Hände voll zu tun, die Schätzungen der Festbesucher zu notieren. Wie viele Kronkorken befanden sich nun in dem großen Glasgefäß? Die Auflösung gaben Dietenheims alter- und neuer Bürgermeister, sowie Karl Patz vom Kirchengemeinderat bekannt. Sie hatten zuvor exakt 2332 Verschlüsse gezählt. Die 35 Liter Bier teilten sich zwei Dietenheimer und ein Musiker aus Kirchhaslach.

Bestens umsorgt wurden auch die kleinen Festbesucher. Für sie hatten die Vereine lustige Spiele wie Armbrustschießen, Wettangeln und Dosenwerfen vorbereitet.

So perfekt, wie die Altstadthockete von der Bürgerwehr und der Stadtkapelle vorbereitet worden war, so perfekt endete sie auch. Als die Musik zu spielen aufgehört hatte und sich die restlichen Gäste gegen ein Uhr in die Bar und die Weinlaube zurückgezogen, begannen die Aufräumarbeiten. Von der Bühne bis zum Sonnensegel, von den Verpflegungszelten bis zu den Tischen und Bänken: Alles wurde abgeräumt. Das Ganze dauerte bis etwa fünf Uhr am Morgen.

Wenig später tauchten dort die Senioren auf, um auf dem Marktplatz die Besen zu schwingen. Zu Beginn des Morgengottesdienstes in der benachbarten Martinuskirche präsentierte sich die "Gute Stube" wieder in picobello sauberem Zustand.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Beziehungstat: Drei Leichen in Eislinger Tiefgarage gefunden

Eine Frau hat am Donnerstag in einer Eislinger Tiefgarage drei Leichen in einem BMW entdeckt. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Eine 56-Jährige hatte ihren Mann verlassen und einen neuen Freund: der Ehemann kündigte eine Gewalttat an. weiter lesen