Ehrennadel für vorbildliches Engagement

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Hans-Jürgen-Kohn aus Merklingen (im Hintergrund links) erhielt die Landesehrennadel. Bürgermeister Sven Kneipp (rechts im Hintergrund) heftete sie ihm ans Rever.  Foto: 

Für sein vorbildliches Engagement im Ehrenamt steckte Merklingens Bürgermeister Sven Kneipp Hans-Jürgen Kohn die silberne Landesehrennadel ans Revers: „Du bist ein Leuchtturm im Ehrenamt.“ Wenigstens 15 Jahre Vereinsvorsitz und darüber hinaus gehende ehrenamtliche Tätigkeiten sind die Voraussetzungen für diese besondere Ehrung durch das Land. Der Geehrte war nicht nur sichtlich gerührt, sondern in erster Linie total überrascht. Bis zur tatsächlichen Ehrung haben es Gemeinde und Mitglieder des Gesangvereins Liederkranz geschafft, ihm das zu verheimlichen.

Denn Kohn ist zwar jederzeit an vorderster Front und immer einer der Ersten, der kommt und einer der Letzten, der geht. Aber er bleibt dennoch stets bescheiden im Hintergrund. Trubel um seine Person vermeidet er tunlichst. Dieser „große Bahnhof wegen ein paar Jahren Vorsitzender“ lautete denn auch sein Resümee nach den Grußworten.

Mit vereinten Kräften haben die Gemeinde und der Liederkranz mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Ronja Kemmer und dem CDU-Landtagsabgeordneten Manuel Hagel Persönlichkeiten der Politik sowie dörfliche Prominenz und befreundete Chöre herbeigerufen. Sie alle würdigten Kohns außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Kohn war 31 Jahre Vorsitzender des Liederkranz und hat in dieser Zeit viel aufgebaut: Neben den üblichen Aktivitäten gründete  er den „Song Circle“ und die „Notenhüpfer“. Er führte ein, dass in der Jahresfeier neben Chorgesang auch ein Theaterstück zu sehen ist, gespielt von Mitgliedern des Liederkranzes. Außerdem hob er die Adventskonzerte aus der Taufe. Obendrein steckte er seine ganze Kraft in die Vereinsgemeinschaft, war bei gemeinsamen Veranstaltungen auch dort immer vorne dabei und ist schließlich noch aktiv in der Feuerwehr.

„Ich habe das immer gern getan“, meinte Kohn, „und dass so viele zu dieser Ehrung gekommen sind, zeigt mir, dass die 31 Jahre nicht umsonst waren.“ Damit offenbarte er eine der Tugenden, die ihm alle, die je mit ihm im Ehrenamt zusammengearbeitet haben, dankten. Was er damit bewirkte, drückt sein Nachfolger beim Liederkranz, Udo Forberger, so aus: „Du hast mit deiner Art in uns die Liebe am Singen, aber erst recht die Treue zum Verein geweckt und damit die Wurzeln im Verein gestärkt.“

Ronja Kemmer übertrug das in den gesellschaftlichen Kontext: „Ein solches ehrenamtliches Engagement ist unverzichtbar für die Gesellschaft.“ Manuel Hagel führte die vielen „ersten Male“ an, mit welchen Kohn Neues wagte und gewonnen habe: „Ihr Lebenswerk ist für Merklingen von unschätzbarem Wert, stärkt den dörflichen Zusammenhalt und schafft Identität mit der Heimat.“ Horst Nägele betonte den Rückhalt der Familie, die Kohns zahllosen Einsätze auch für die Vereinsgemeinschaft stets mit getragen hat. Dass ein Vorsitzender nur mit dem Vorstand und den Sängern gemeinsam etwas bewirken kann, betonte Dietmar Albiez, Bezirksvorsitzender im Chorverband Ulm: „Daher ist diese Ehrung sicherlich auch eine für den Verein.“ Und der war Kohn, selbst in dieser Stunde, wo er im den Mittelpunkt stand, wichtig. Mit einer Prise Humor hinter der Ernsthaftigkeit seiner Worte beschloss er die Feierlichkeiten: „Ich habe zwar keinen perfekten Verein übergeben, aber einen funktionierenden und es stimmt mich zuversichtlich, dass der Chor wenigstens bis zu Eröffnung des Bahnhofs Bestand hat.“

Die Feierlichkeiten wurden umrahmt von Liedern der beiden Chöre und der Theatergruppe.

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