Druckfrischer Wahlprospekt

Frisch aus der Presse kam der Wahlprospekt der Laichinger CDU für die Gemeinderatswahl. In ihrer Jahresversammlung am Samstag eröffnete sie im "Rössle" den Wahlkampf für Kommunal- und Europawahl.

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Sprachen in der Jahreshauptversammlung der CDU Laichingen ( von links): Der Europa-Kandidat Norbert Lins, Kurt Wörner, der Landtagsabgeordnete Karl Traub und Klaus Krebs. Foto: Eva Menner

Der Prospekt der Laichinger CDU zur Gemeinderatswahl wurde am Samstag in der Jahreshauptversammlung im "Rössle" erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, noch nicht gedruckt ist dagegen der Prospekt zur Kreistagswahl. Der Landtagsabgeordnete Karl Traub und der Europa-Kandidat Norbert Lins berichteten in der Versammlung über ihre Arbeit und Ziele.

Nach der Begrüßung durch den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Kurt Wörner gab Klaus Krebs einen kurzen Rückblick auf die Gründung des CDU-Ortsverbandes vor 40 Jahren. Krebs erinnerte sich an die Anfangsjahre: "Als Hannoveraner bin ich damals in Laichingen aufgetaucht, war jung verheiratet, habe ein Geschäft aufgemacht und habe mich gleich in der Politik engagiert", erzählte er. 56 Prozent der Stimmen im Land für die CDU, aber kein Ortsverband in Laichingen, das hätte für ihn nicht zusammengepasst. Es gab erste Sondierungsgespräche und schließlich wurde der Ortsverband gegründet. "Und ich bin als Fremdling bei den Gemeinderatwahlen gleich gewählt worden", so Krebs. Zu ihren besten Zeiten habe die CDU sieben Räte ins Gremium entsandt, aktuell sind es vier. 1998 gab Krebs nach 24 Jahren den Vorsitz der CDU an den damaligen Bürgermeister Andreas Raab ab, der aber bereits 1999 Laichingen verließ. In den folgenden Jahren hießen die Vorsitzenden Kurt Wörner, Lutz Schönefeld, Ulrich Hemel, seit 2013 hat erneut Kurt Wörner das Amt inne.

Bei der Versammlung wurde auch der druckfrische Prospekt zur Gemeinderatswahl verteilt und anwesende Kandidaten stellten sich kurz vor. Auf den ersten Listenplätzen für Laichingen stehen Kurt Wörner, Joachim Reif, Willi Schwenkschuster und Walter Striebel, die bereits im Gemeinderat sind, dann folgt ein Frauenquartett. Jüngster Kandidat ist der 18jährige Schüler Jörg-Philipp Schulz-Harder aus Feldstetten. Für Suppingen konnte kein Kandidat gefunden werden.

Der Prospekt für die Kreistagswahl ist noch nicht fertig, aber die stellvertretende CDU-Vorsitzende Kerstin Specht nannte die politischen Ziele der CDU-Kreistagskandidaten: Gut ausgebaute Kreisstraßen, aber auch eine gute Anbindung durch den ÖPNV, die Entwicklung des Schulstandorts, wohnortnahe Versorgung im Gesundheits- -und Pflegesektor zählte sie auf.

"Wir haben seit dem historischen Ereignis vor drei Jahren, dem Sieg von Rot-Grün, den Kopf nicht in den Sand gestreckt und machen der Regierung jeden Tag das Leben schwer", zog Landtagsabgeordneter Karl Traub ein kurzes Fazit. Die CDU mache keine Politik der Ideologie und Bevormundung, sondern habe als Ziel Arbeit, Wohlstand und sicheres Leben für alle. Ministerpräsident Winfried Kretschmann werde zwar in der Öffentlichkeit gelobt, drücke sich aber vor notwendigen Entscheidungen. Scharf kritisierte Traub, dass 100 Millionen Euro für den Straßenbau nicht abgerufen wurden und so dem Land Baden-Württemberg Schaden zugefügt worden sei. "Winfried Hermann ist kein Verkehrsminister, sondern ein Verkehrsverhinderungsminister" sagte Traub. In Gesprächen sei ihm bestätigt worden, wie unzufrieden Lehrer, Beamte und Bauern mit der Regierung seien. "Wir werden 2016 die Ablösung schaffen."

Anschließend stellte sich Norbert Lins vor, der als CDU-Europakandidat die langjährige Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle ablösen will. Er ist 37 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter, stammt aus Ravensburg und wohnt inzwischen in Pfullendorf. Von Beruf ist er Diplom-Verwaltungswirt und hat zusätzlich europäisches Verwaltungsmanagement studiert. Er arbeitete als Lehrbeauftragter an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, war Büroleiter des Europaabgeordneten Andreas Schwab in Brüssel und Straßburg sowie persönlicher Referent von Minister Rudolf Köberle. Seit 2011 ist er Referent für die Breitbandförderung im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Lins bekannt sich zu Europa, aber nicht alles müsse auf höchster Eben bis ins kleinste Detail geregelt werden. Was auf der kommunalen, entschieden werden kann, solle dort auch bleiben.

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