Dietenheimer "Rose" feiert Wiedereröffnung

Mit einem Weißwurst-Frühstück für alle haben die neuen Rose-Pächter am Freitag Wiedereröffnung gefeiert. Die Gäste waren angetan von der Sanierung.

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Gestern hat die Rose wiedereröffnet. Dazu gratulierte dem Pächterpaar Rolf Niedermanner und Heike Hünich auch Bürgermeister Christopher Eh.  Foto: 

Nur 16 Wochen lagen zwischen Schließung und Neueröffnung der Dietenheimer Traditionsgaststätte "Rose". Vier Monate, in denen Handwerker sich die Klinke in die Hand gaben und unter Hochdruck arbeiteten; 120 Tage, in denen der städtische Bauhof immer dann einsprang, wenn Gewerke nicht fristgerecht auszuführen waren oder sich ungeplante, böse Überraschungen auftaten. 16 Wochen, die der Bauleitung und dem städtischen Bauamt Flexibilität und akkurates Koordinieren abverlangte, von den Nerven nicht zu reden. Nicht zuletzt machten diese vier Monate zwischen April und August die Stadt auch um 400.000 Euro ärmer.

Von einer "zweimaligen Kostenfortschreibung" erzählte Bürgermeister Christopher Eh am Freitag bei der offiziellen Eröffnung, und auch von kontroversen Diskussionen im Gemeinderat. Letztlich rang man sich aber gemeinsam dazu durch, das Speiselokal nicht nur optisch aufzuhübschen, sondern es auch technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Das allein verschlang schon einen Batzen von 250.000 Euro. "Aber es hat sich gelohnt", stellte das Stadtoberhaupt zufrieden fest und fügte an. "Wir sind froh, dass wir unsere Rose nun wieder haben. Sie hat uns doch arg gefehlt." Weil das Deckenholz neu eingelassen, die Sitzbänke aufgepolstert, der Thekenbereich anders gestaltet und der kleine Anbau für weiteres Tageslicht sorgt, wirkt der Gastraum nun heller, moderner und freundlicher, obschon die früheren Grundzüge erhalten blieben. Zur Eröffnung brachte Eh dem Pächterpaar Rolf Niedermanner und Heike Hünich, die sich schon in wenigen Wochen auch privat in der Stadt niederlassen, das "große Dietenheim-Paket" mit Heimatbuch und Saunatuch mit. Obendrauf gab es einen mit Kräutern verzierten "Goldenen Kochlöffel", eine städtische Auszeichnung, "bis der richtige Kochlöffel kommt", wie Eh scherzhaft anmerkte. Auf einen Michelin-Stern sei man gar nicht aus, stellte Rolf Niedermanner im Kreis der geladenen Gäste klar. "Wir wollen gut bürgerlich mit Sternchen kochen." Obschon die vergangenen Wochen stressig und auch mit Ängsten verbunden gewesen seien, habe man die Entscheidung keinen Moment bereut. "Wir fühlen uns hier in Dietenheim sehr wohl und bereits heimisch", sagte Niedermanner, während Partnerin Hünich allen Helfern Danke sagte, die bis zum Schluss tatkräftig mit angepackt hätten. Noch sei nicht alles an seinem Platz, die Küche auch noch nicht richtig in Betrieb. Doch bis zum 2. September, dem ersten Öffnungstag, soll das alles passiert sein.

Mit 500 Paar Weißwürsten und Freibier bewirteten die Pächter und ihre Helfer im Biergarten den ganzen Tag lang ihre Gäste aus dem Ort und aus der Umgebung. An Komplimenten und Glückwünschen mangelte es nicht und viele freuen sich schon jetzt auf "viele schöne Stunden und kulinarische Erlebnisse in der Rose", wie der Schultes es trefflich formulierte.

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