Der Spion, der in der Kälte blieb

Ein Spion, mittlerweile in Ruhe, plaudert am Freitagabend in Weidenstetten von seiner Arbeit im Kalten Krieg und als Doppelagent im deutsch-deutschen Konflikt.

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Er ist zum Glück nicht „der Spion, der aus der Kälte kam“, seine Geschichte im Amtsblatt „Von der Alb bis Lone“ aber klingt ähnlich spannend wie die von Alec Leamas. Jener Romanfigur, die der britische Schriftsteller John le Carré ersann und – nachdem er kalt gestellt worden war – als Doppelagent in die DDR überlaufen ließ. Doppelagent war er auch, der echte Spion, der heute im Alb-Donau-Kreis lebt und dessen Name hier keine Rolle spielt, der in den 1980er Jahren angeworben worden war, auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze spionierte, aufflog, eine „unmenschliche Haftzeit“ verbüßte und gegen einen ostdeutschen Agenten ausgetauscht wurde.

Neugierig geworden? Dann empfiehlt die Moment-mal-Redaktion, für Freitag, 27. Oktober, ein dickes rotes Kreuz im Terminkalender zu setzen und pünktlich um 20 Uhr in Weidenstetten im Sportheim am Jungfernbühl 1 zu sitzen. Spannender jedenfalls gelingt bei kostenfreiem Eintritt der Start ins Wochenende nicht, als dem Spion, der in der Kälte blieb, zuzuhören, wie er aus seiner Vergangenheit plaudert und erzählt, wie er die 1980er, den Kalten Krieg und den innerdeutschen Konflikt erlebt hat.

Die Zeit für solch einen Vortrag hat der Geheimdienstler in Ruhe offenbar, die Gelassenheit seit seinem Branchenwechsel auch: Mittlerweile lenkt er Busse durch den Alb-Donau-Kreis. Das ist zwar gelegentlich nicht weniger nervenaufreibend als das Dasein eines Doppelagenten, aber mit Sicherheit weniger gefährlich.

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