Der Drang nach Freiheit

Das Kleine Kulturprogramm der Balzheimer Stiftung füllte auch am vergangenen Freitagabend die Halle in Oberbalzheim. Der Gast Mario Goldstein ist nicht nur ein guter Erzähler, sondern auch ein großartiger Fotograf.

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Es gibt Leute, die sind um den Globus gesegelt, und manche sogar mehrmals. Wem das nicht Kick genug ist, der rudert durch den Indischen Ozean, nicht mit der Kraft des Windes, sondern allein mit Muskelkraft.

Goldstein selbst segelte von Thailand bis in die Karibik. Das Besondere daran ist: Er ging, bar aller Segelerfahrung in dieses Abenteuer. Und er überlebte es nicht nur, sondern er brachte sogar eine Familie mit zurück. Die Veranstaltung des Kleinen Kulturprogramms in der Stiftungshalle Oberbalzheim begann wegen des großen Andrangs mit etwas Verspätung. Viele Balzheimer fühlten sich offenbar von der Aussicht auf Strand- und Meeresbilder angezogen.

Eines Tages hatte Goldstein beschlossen, seine Zelt abzubrechen und sich auf Mallorca ein Schiff zu kaufen. Letztlich wurde es ein Katamaran, der allerdings nicht vor Mallorca, sondern vor der thailändischen Insel Phuket vor Anker lag. Nach Übungsfahrten in den ostasiatischen Gewässern überquerten er und seine neue Partnerin Yvonne den Indischen Ozean, flüchteten vor Piraten und segelte einige Zeit später als Familienvater mit Frau und Kind Yoko durch das Mittelmeer in den Atlantik bis zu den Kapverdischen Inseln und weiter westwärts nach Brasilien.

Goldstein beschrieb nicht nur Strände und Sonnenuntergänge an mit Kokospalmen gesäumten Traumstränden. Er beschrieb in erster Linien seine inneren Landschaften, seinen persönlichen Traum von Freiheit und Ungebundenheit. Er bebilderte seinen Drang nach Weite und Klarheit, und das mit teils Atem beraubend schönen Bildern. Besonders eindrücklich schilderte er, wie wichtig für ihn Begegnungen mit Freunden sind - der Mitmensch stand immer im Vordergrund. In der Karibik brach er das unstete Seglerleben ab; er hatte genug von Abschieden.

Seine Abenteuerlust aber war ungebrochen - heute reist er mit einem umgebauten Wasserwerfer um die Welt. Mit seinen stimmungsvollen Bildern und der abgestimmten Musik, zog Goldstein seine Zuhörer in den Bann. Nach zwei Stunden gingen sie voller Bilder von Traumständen und Palmen nach Hause.

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