Das "Äktschnfest" des Kinderschutzbundes trotzt dem kalten Wetter

Nicht so groß wie gewohnt war das 19. Äktschnfest des Kinderschutzbundes in Laichingen. Aber viele Kinder trotzten mit Begleitern dem nebligen Wetter - beim Ponyreiten, auf der Hüpfburg oder mit den Clowns.

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Trotz neblig-kalten Wetters hatten die Kinder ihren Spaß bei den Angeboten des Äktschn-Fests wie etwa beim Ponyreiten. Foto: Brigitte Scheiffele

Lisa springt und tobt auf der Hüpfburg, pustet dann kräftig in eine Spirale für eine dicke Seifenblase, genießt die Spielstraße und will noch eine von den bunten Strähnen im Haar, die sie sich in der Daniel-Schwenkmezger-Halle machen lassen kann. Nur beim Schminken streikt ihre Mutter: Sie will sich nämlich nicht so lange beim Kinderschminken anstellen, wie Lisa brauchen würde, um dann wie ein Schmetterling auszusehen. Aber Lisa will wiederum nicht alleine da sitzen bleiben und wartet halt auf die Zauberclowns.

Ob beim Aquaflipper oder für das Ponyreiten, an der Station für riesige Seifenblasen oder der für das Dosenwerfen, überall in der Spielstraße stehen Kinder und werfen, pusten oder zielen, lachen und haben ihren Spaß. Stark frequentiert ist die neue Malschleuder, mit der kleine Tragetaschen farblich gestaltet werden können, weniger glücklich schauen die jungen Verkäufer beim Kinderflohmarkt. Dick eingepackt und frierend sitzen sie unter dem Dach des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und wünschen sich entweder ins Warme oder ein paar Interessenten mehr, die ein Puzzle-Spiel, Barbies oder Pixi -Bücher kaufen wollen.

Das trübe Wetter beklagen auch Eltern und sonstige Begleiter der Kinder, viele Bänke an den Biertischen bleiben zur Kaffeezeit leer. "Lieber etwas bewegen oder in die Halle", ruft eine Mutter - in der Halle spielen nach dem Schminken und dem Anlegen von Haarsträhnchen die Zauberclowns Corx & Murx für und mit Kindern ab drei Jahren. Zu untalentiert zeigt sich dabei der Zauberlehrling Corx, verursacht viele Pannen und bittet um die Unterstützung der Kinder, die aus einem Stoffhasen ein lebendes Kaninchen zaubern können.

"Dieses Jahr ist alles ein wenig kleiner, nächstes Jahr feiern wir unser 20-jähriges Jubiläum aber etwas größer", sagt Sandra Steck vom Organisationsteam des Kinderschutzbundes. Gemeinsam mit Karin Näher, Adelheid Merkle-Stumpp und Heidi Richard haben sie das diesjährige Äktschnfest organisiert und dafür Unterstützung von vielen Helfern erhalten. Die Frage nach der Verwendung der Einnahmen stelle sich allerdings gar nicht, denn Theater, Hüpfburg und auch die Disco am Abend für Kinder ab zwölf Jahren müssten gezahlt werden. Viel bleibe da nicht mehr übrig. Heidi Richard gehört zum Organisationsteam seit der ersten Stunde des Äktschnfests: "Von Anfang an wollten wir am Weltkindertag auch Kindern der Region ein Angebot machen und zwar unter dem Aspekt: Ich kann es mir leisten", sagt sie. Die Kosten würden niederschwellig gehalten, dass auch Eltern mit mehreren Kindern das Angebot nutzen könnten. "Alle Spiele auf dem Schulhof sind kostenfrei, auch das Theater", fügt sie hinzu. Nur das Essen und Getränke seien zu zahlen.

Der Kinderschutzbund Laichingen ist derzeit in der Kernzeitbetreuung der Erich-Kästner-Schule in der Max-Lechler Straße tätig, in der Hausaufgabenbetreuung der Martin Schule, bietet einen begleiteten Umgang in der Familienzusammenführung oder organisiert den Dance Contest. Im November wird es noch einmal ein Disco-Angebot für Jugendliche geben. "Hier ist die Zusammenführung der unterschiedlichen Altersklassen nicht ganz so einfach, aber wir bleiben dran. Jährlich werden es immer etwas mehr Disco-Besucher beim Äktschnfest, nun gibt es sogar ein zweites Angebot im November", sagt Adelheid Merkle-Stumpp.

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