CDU nominiert Ronja Schmitt

Klarer Sieg für Ronja Schmitt: Die CDU-Mitglieder haben die 27-Jährige am Freitagabend mit 72,8 Prozent der Stimmen zur Bundestagskandidatin gekürt.

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Mit 509 zu 189 Stimmen hat sich Ronja Schmitt am Freitagabend gegen Peter Bausenhart durchgesetzt. Als der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel kurz vor 22 Uhr das Wahlergebnis verkündete, war der Jubel in der Allmendinger Mehrzweckhalle groß. Damit wird die 27-jährige Abgeordnete bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr als Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Ulm antreten.

Mit ihrer Rede in der voll besetzten Halle wusste sie die Parteimitglieder aus dem Alb-Donau-Kreis und aus Ulm offenbar zu überzeugen. Jedenfalls war der Jubel groß, die CDU-Mitglieder erhoben sich sogar von den Plätzen. Seit sie im Dezember 2014, damals noch Studentin, in den Bundestag nachrückte, habe sie mehr als 800 Termine im Wahlkreis absolviert und sich in die unterschiedlichsten Themen eingearbeitet. „Ich bin jemand, der Projekte voranbringt“, sagte Schmitt und erwähnte die Straßenbahnlinie 2 in Ulm sowie die Querspange bei Erbach. Die CDU müsse insgesamt mehr Geschlossenheit zeigen, betonte die Abgeordnete. „Wir können uns nicht alle paar Wochen medial demontieren, so gewinnen wir niemanden.“ Im Wahlkampf müsse sich die Union auf die AfD konzentrieren und die inhaltliche Diskussion mit den Rechtspopulisten suchen: „Wir müssen die AfD mit offenem Visier entzaubern“, sagte die in Althengstett (Kreis Calw) aufgewachsene Abgeordnete.

Der 41-jährige Bausenhart betonte seine „tiefe Verwurzelung“ in der Region, die endlich wieder einen eigenen Kandidaten für Berlin bestimmen könne. Der Ehinger befasste sich vor allem mit dem digitalen Wandel und der Flüchtlingspolitik. Was die Infrastruktur im Wahlkreis betrifft, sei „das Glas leider halbleer“. Auch Bausenhart erhielt viel Beifall, der jedoch weniger enthusiastisch war als der für die spätere Siegerin. 


 

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