BUND-Umfrage über Umweltengagement an Gymnasien

Inwieweit wird heute Umweltschutz in den Schulalltag integriert? Das wollte die Umweltorganisation BUND von Gymnasien wissen. Fazit: Den meisten Gymnasien in der Region liegt viel am Schutz der Umwelt.

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An vielen allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien gibt es Lehrer im Kollegium, die für Umweltfragen zuständig sind. Auch dadurch seien die Schulen bereits auf dem richtigen Weg, den Umweltschutz in den Schulalltag zu integrieren. Der BUND-Regionalverband Donau-Iller hatte im vergangenen Schulhalbjahr in Form eines kurzen Fragebogens allgemeinbildende und berufliche Gymnasien im Stadtgebiet Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Biberach nach ihren Umweltbemühungen befragt. Das Ergebnis kann sich nach Einschätzung des BUND-Regionalvorsitzenden Ulrich Müller sehen lassen.

An einigen Schulen werden die Schüler in Form von Umweltsprechern, Müllsammel-Gruppen, einem Fair-Trade-Team oder Energie-Detektiven aktiv miteinbezogen. Außerdem wurde angegeben, dass an vielen allgemeinbildenden Gymnasien verschiedene AGs angeboten werden, etwa für die Bereiche Biologie, Umwelt, Natur, Energie und Schulgarten. Weiter beteiligen sich die Schüler an Aktionen wie der Sammlung der Deutschen Umwelthilfe.

Die Hälfte der Schulen sammelt an Projekttagen Müll oder widmet sich den Themen Bio- und Fair-Trade-Produkte, Naturkosmetik, Naturfotografie und Walderlebnis. Entsprechend werden im Herbst und im Frühjahr gemeinsam mit dem Ulmer BUND Bäume und Sträucher gepflanzt.

Besonders wichtig war es für die Umweltschützer herauszufinden, wie die Schulen zur Wahl der Verkehrsmittel bei Klassenfahrten oder Ähnlichem stehen. Dabei kam heraus, dass immerhin ein Drittel der Befragten dahingehend Regeln eingeführt hat: So gaben zwei Schulen an, nur Studienfahrten anzubieten, die ohne Flugzeug zu erreichen sind. Die Schullandheime finden im Umkreis von maximal 200 Kilometern beziehungsweise in Baden-Württemberg statt. Generell ergab die Umfrage, dass viele Schulen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln achten.

Umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel werden allerdings nicht nur bei Ausflügen gefördert, sondern auch während des Schulalltags, indem es beispielsweise genügend Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Schulgelände gibt.

Ebenfalls bemerkenswert sei, dass über die Hälfte der Schulen mit eigener Mensa angab, bei der Essenszubereitung auf Lebensmittel aus biologischem Anbau, sowie regionale und saisonale Produkte Wert zu legen. Auch dass an jeder Schule eine vegetarische Alternative für die Schüler angeboten wird, "ist ein toller Fortschritt", findet Müller. Auf die Frage hin, was getan wird, um den Verbrauch von Strom und Wärme zu verringern, antworteten viele Schulen, dass die Innenbeleuchtung an die Lichtverhältnisse außen angepasst und das Licht nach dem Verlassen der Räume ausgeschaltet werde. Eine häufige Antwort war auch, dass effizient gelüftet und die Heizung elektrisch reguliert wird. Dazu gibt es an manchen Schulen sogar Umweltsprecher und Öko-Berater. "Und die Lehrer weisen ständig darauf hin", sich energiesparend zu verhalten, heißt es in den Antworten. Außerdem steuerten meist auf den Gängen Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder die Beleuchtung.

Hervorzuheben sei, dass zumindest eine der befragten Schulen mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet ist und dort auch mit Holzhackschnitzeln geheizt wird.

Eine weitere Frage des BUND drehte sich um den Anteil an Recycling-Papier, der beim Kopieren verwendet wird. Dabei gab die Hälfte der Schulen an, nur noch auf recyceltem Papier zu drucken, der Rest der Schulen verwendet für alle Drucke im Schnitt immerhin ungefähr 65-prozentiges Recycling-Papier. Nur eine Schule gab an, gar kein umweltfreundliches Papier zu verwenden.

Insgesamt hat der BUND bei den Umweltaktivitäten keine großen Unterschiede zwischen Schulen im Ulmer Stadtgebiet und im Alb-Donau-Kreis oder im Landkreis Biberach festgestellt. Lediglich beim Vergleich zwischen den allgemeinbildenden und den beruflichen Gymnasien fiel auf, dass es an allgemeinbildenden Schulen mehr umweltbezogene Angebote für engagierte Schüler gibt.

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