Bund Naturschutz unterstützt Windkraft-Pläne

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern lobt das Windenergie-Konzept des Regionalverbands. Im Kreis Neu-Ulm schlägt der BN weitere Standorte vor.

|

Lob für den Regionalverband Donau-Iller: Der habe schnell auf die politische Energiewende reagiert und fachlich fundiert ein Konzept zum Ausbau der Windkraft vorgelegt, heißt es in der Stellungnahme des Bund Naturschutz in Bayern (BN) zu diesem Konzept. Auch sei das Vorgehen des Verbands mit der jetzt zu Ende gegangenen informellen Anhörung, in der Bürger, Kommunen und Verbände Stellung nehmen konnten, "in Bayern sicherlich einzigartig".

Die Naturschützer sprechen sich dafür aus, im Regionalplan so viele Windkraft-Flächen wie möglich auszuweisen. Zum einen müsse davon ausgegangen werden, dass nicht alle Vorranggebiete optimal ausgenutzt werden könnten, zum anderen seien aus rechtlichen Gründen außerhalb dieser Gebiete keine Windräder möglich. Der Regionalverband nennt in seinem Konzept elf realistische Vorranggebiete im Kreis Neu-Ulm, die Naturschützer fügen dieser Liste sechs hinzu: auf dem Kugelberg bei Thalfingen, in der Nähe der A-8-Ausfahrt bei Oberelchingen, am Gewerbegebiet in Straß, östlich von Kadeltshofen, nördlich des Hittistetter Dreiecks an der A 7, zwischen Jedesheim und Illereichen westlich der A 7. Der BN schlägt ferner vor, das vom Regionalverband bei Pfaffenhofen vorgesehene Vorranggebiet zu vergrößern.

Nicht geeignet sei dagegen eine vom Regionalverband genannte Fläche im Rothtal beim Bucher Teilort Ritzisried. Dort würde die weitgehend unverbaute Landschaft belastet. Ferner solle ein 140 Hektar großes Vorranggebiet zwischen Buch und Unterroth verkleinert werden, um den Laubwald zu schonen. Das gelte auch für die südlich von Unterroth aufgeführte potentielle Windkraft-Fläche. Das mit 324 Hektar größte mögliche Vorranggebiet im Kreis Neu-Ulm befindet sich zwischen Altenstadt, Osterberg und Kellmünz, sollte aber aus der Liste gestrichen werden, fordert der Bund Naturschutz: "großflächig wertvolle Misch- und Laubwaldbestände". Ebenfalls nicht geeignet sei ein kleines Gebiet bei Kellmünz, weil dort unter Umständen eine Vogelzugroute verlaufe. Der Bund Naturschutz geht davon aus, dass in allen Vorranggebieten, die der Regionalverband und er selbst für den Kreis Neu-Ulm vorschlagen, insgesamt bis zu 50 Windräder errichtet werden können. Bislang gibt es dort nur eines: bei Seligweiler.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hoffen und Bangen vor dem Prozess gegen Mesale Tolu

Am Montag entscheidet sich, ob die Journalistin frei kommt. Die Familie ist optimistisch. Diplomaten und Prominente verfolgen die Verhandlung im Istanbuler Justizpalast. weiter lesen