Block B ist am Netz

|

Der Brennelementeschaden im Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen ist behoben, Block B ist wieder am Stromnetz. Das teilte die Betreiberfirma gestern mit. Der Schaden war durch die laufende Betriebsüberwachung des Reaktorkerns angezeigt worden. Die Untersuchung ergab, dass zwei von insgesamt 784 Brennelementen defekt waren. Deshalb wurde die Anlage vergangenen Donnerstag heruntergefahren, die schadhaften Elemente wurden ausgetauscht.

Die Kernkraftanlage sei für das Auftreten solcher Brennelemente-Defekte technisch ausgelegt, spezielle Rückhaltesysteme sorgten auch in so einem Fall für einen sicheren Betrieb, versicherte Kraftwerkssprecher Tobias Schmidt. Im Atommeiler seien alle behördlich vorgegebenen Grenzwerte sicher eingehalten worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kraftwerksleitung bestehe für ein solches Ereignis keine Meldepflicht gegenüber den Aufsichtsbehörden. Aber das bayerische Umweltministerium sei dennoch informiert worden.

Das Atomkraftwerk besteht heute aus den beiden baugleichen Siedewasser-Reaktorblöcken B und C. Sie gingen 1984/85 in Betrieb, jeder der beiden Blöcke enthält 136 Tonnen Kernbrennstoff. Die beiden Blöcke erzeugen jedes Jahr insgesamt 21 Milliarden Kilowattstunden Strom und decken damit rein rechnerisch 30 Prozent des bayerischen Strombedarfs. Block B wird wegen des Ausstiegs Deutschlands aus der Atomenergie 2017 abgeschaltet werden, Block C 2021.

Derzeit läuft ein Antragsverfahren, die Leistung des Atomkraftwerks zu erhöhen, was in der Öffentlichkeit auf Widerstand stößt. Und das Zwischenlager für verbrauchte Brennelemente auf dem Gelände des Kernkraftwerks soll durch eine hohen Mauer gegen Angriffe von außen geschützt werden.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen