Blaustein: Bebauungsplan für Hofgut Schwenk vertagt

Der Bebauungsplan für das Hofgut Schwenk in Blaustein ist eine heikle Angelegenheit. Im Gemeinderat ging es um Lärm, Verkehr und Gebäudehöhen.

|

Der Blausteiner Gemeinderat hat am Dienstag zunächst hinter verschlossenen Türen, dann öffentlich beraten, und am Ende die Abstimmung über den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Hofgut Schwenk" vertagt. Wie berichtet, hat der Eigentümer das Areal verkauft, das Ulmer Unternehmen Munk will mehrere Gebäude mit insgesamt 80 bis 100 Wohnungen errichten. Die bislang dort untergebrachten Einrichtungen des Fördervereins für Waldorfpädagogik, ein Kindergarten und eine Kinderkrippe, mussten weichen.

Im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung waren Einwendungen eingegangen, auch von der auf der gegenüberliegenden Straßenseite ansässigen Firma Mühlen Sohn. Wie Stadtplaner Erwin Zint dem Gremium berichtete, kritisiert das Unternehmen in einem von Juristen verfassten Schreiben, dass sich zwischen Gewerbegebiet und Wohngebiet nur eine Straße befindet, und nicht, wie sonst üblich, ein Mischgebiet. Beim Erstellen des Bebauungsplans sei die Erweiterungsabsicht des Unternehmens "nicht entsprechend berücksichtigt" worden, sagte Zint. Mühlen Sohn plant eine Lager- und Produktionshalle.

Inzwischen gibt es laut Zint ein Schallgutachten, das die künftige Bebauung berücksichtigt. Demnach ist an der zum Betrieb hin gewandten Seite des Hofguts Schwenk keine reine Wohnnutzung möglich. Dort soll nun ein Mischgebiet ausgewiesen und dieses mit einem so genannten Boardinghouse, das ist ein Gebäude mit Miet-Apartments, bebaut werden.

Ungelöst ist nach Ansicht mehrerer Gemeinderäte die Erschließung für den Verkehr. Die Ausfahrt aus dem Wohngebiet sollte nicht in die Hofstraße münden, weil sich dort eine Bushaltestelle für Schüler und eine Ampel befinden, forderte Robert Jungwirth (Grüne). Nach Ansicht von Elisabeth Couvigny-Erb (SPD) ist das direkt beim Kreisverkehr Lindenstraße/Mühlen-Straße geplante Gebäude mit einer Höhe von 16 Metern zu mächtig. Bürgermeister Thomas Kayser ging auf den SPD-Vorschlag ein, mit Hilfe der Feuerwehr-Drehleiter die geplante Höhe deutlich zu machen. Auch soll die Dimension eines Gebäudekomplexes, der in der Summe eine Länge von 50 Metern erreicht, im Gelände abgesteckt werden.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

SSV Ulm 1846 Fußball: Auf die Stürmer ist Verlass

Trotz der Führung durch Tore von Rathgeber und Braig wird es gegen den VfB Stuttgart noch eng. Aber die Spatzen retten den Sieg ins Ziel. weiter lesen