Blaustein erwartet am Mittwoch 30 Flüchtlinge

Am Mittwoch werden in Blaustein 30 Flüchtlinge erwartet. Für die Familien aus Albanien und dem Kosovo wurden Raummodule im Lixgebiet hergerichtet.

|

Die Stadt Blaustein nimmt 30 Flüchtlinge auf. Sie werden in Raummodulen im Lixgebiet wohnen. Zunächst war geplant, diese Interimsunterkunft erst im Herbst, und zwar für nur 20 Menschen, zur Verfügung zu stellen. Doch jetzt musste die Stadtverwaltung, die am Montag informiert wurde, rasch reagieren. Wie berichtet, erwartet das Landratsamt am Donnerstag 120 Menschen in seiner Notunterkunft in Beimerstetten, die aber bereits mit 120 Personen belegt ist. So werden die bisherigen Bewohner in andere Gemeinschafts- und Ausweichunterkünfte des Kreises verlegt. Dort werden Zimmer freigemacht, indem Altheim/Alb, Balzheim, Hüttisheim, Öpfingen, Rottenacker und Blaustein früher als geplant Menschen in die Anschlussunterbringung übernehmen.

"Mit Hochdruck" habe die Stadt Blaustein die Unterkunft im Lixgebiet hergerichtet, berichtete am Dienstag auf Anfrage Abteilungsleiterin Patrizia Moll. Insbesondere seien die Dusch- und Toilettenräume erweitert worden. Die Container hatten zunächst dem Kindergarten St. Martin und dann dem Waldorf-Kindergarten und der Waldorf-Krippe während Bauarbeiten als Ausweichquartier gedient. Laut Stadtverwaltung werden es mehrere Familien mit Kindern aus Albanien und eine Familie aus dem Kosovo sein, die jetzt einziehen.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich Blaustein für die Betreuung von Flüchtlingen gerüstet. Bereits im Frühjahr konstituierte sich die "Flüchtlingshilfe Blaustein". Ein Kreis von bis zu 25 Freiwilligen betreut 15 junge Männer aus Pakistan, Afghanistan und dem Irak, die seit längerem im Rahmen der so genannten Anschlussunterbringung im ehemaligen Bürogebäude des Kalkwerks in Herrlingen leben. Ziel der Flüchtlingshilfe mit ihrer Vorsitzenden Dr. Frogard Heinze ist, praktische Hilfe zu leisten und die Flüchtlinge in die Gemeinschaft zu integrieren. Die Helfer vermitteln Möglichkeiten zur Sportausübung, etwa Volleyball beim TSV Herrlingen, sie haben Fahrräder besorgt und begleiten die Asylsuchenden bei Behördengängen. Zwei Deutschlehrer geben Sprachkurse. "Wir haben hier einen sehr aktiven Helferkreis", freut sich Anke Jaeger, Hauptamtsleiterin der Stadt Blaustein, und verweist auf die stolze Zahl von 25 Freiwilligen. Angesichts der neuen Entwicklung sind weitere Helfer willkommen.

Neben der Flüchtlingshilfe gibt es in Blaustein das "Lokale Bündnis für Flüchtlinge" in dem Akteure wie Vereine, Kirchen, Caritas und Uni zusammengeschlossen sind. Auf Antrag der Stadt hat das Sozialministerium dafür 15 000 Euro bewilligt. Weiter existiert ein vom Gemeinderat eingerichteter Steuerungskreis, der Aktivitäten von Haupt- und Ehrenamtlichen koordiniert.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kripo-Beamter der Ulmer Polizei vor Gericht

Wegen Strafvereitelung und Unterschlagung von Geldbußen in zig Fällen muss sich ein Polizist vor der Justiz verantworten. Der Angeklagte bestreitet alles. weiter lesen