Blaubeurer Museum entwickelt sich zum Besuchermagneten

Im ersten Jahr nach seiner Erweiterung hat das Urgeschichtliche Museum stark gestiegene Besucherzahlen verzeichnet: 35.000 Gäste kamen. Auch andere Angebote in Blaubeuren kommen bei Touristen an.

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Die Eiszeit steht nicht nur bei Kindern hoch im Kurs - vor allem wenn man selbst mit anpacken kann. Der Tourismus in Blaubeuren profitiert davon.  Foto: 

Erfreut hat der Blaubeurer Gemeinderat den Bericht über die Entwicklung der touristischen Angebote im ersten Jahr nach der Erweiterung des Urgeschichtlichen Museums zur Kenntnis genommen. 35.000 Leute wurden gezählt, im Jahr 2013 waren es nur knapp 15.000 Besucher gewesen. Das runderneuerte Museum mit der Tourist-Info des Fremdenverkehrsvereins im sanierten Spitalgebäude hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt. "Wir haben unsere touristische Schlagkraft stark erhöht", kommentierte Bürgermeister Jörg Seibold. "Aber wir müssen am Ball bleiben."

Museums-Direktorin Dr. Stefanie Kölbl rechnet bis Oktober oder November mit dem 50.000. Besucher nach der Wiedereröffnung. "Sehr zufrieden" ist sie mit der Entwicklung und den durchweg positiven Reaktionen auf das neu gestaltete Museum. Als ein Publikumsrenner habe sich die regelmäßig an Sonntagen angebotene Steinzeitwerkstatt herauskristallisiert. "Das Museum hat sich als festes Sonntagsziel bei vielen Blaubeurer Familien etabliert", berichtete Stefanie Kölbl.

Erfreulich ist für die Verantwortlichen, dass sich die Zahl der erwachsenen Museumsbesucher stark erhöht hat. Bemerkbar mache sich ein höherer Anteil ausländischer Besucher und die deutlich gestiegene Zahl an Gruppen, die über die Tourist-Info Führungen im Museum oder in einem Kombinationsangebot Stadt- und Museumsführungen buchen. Bei den Schülergruppen gab es kaum Veränderungen, eher einen leichten Rückgang. Blaubeuren spürt die starke Konkurrenz im Lonetal mit ähnlichen Angeboten.

Die Zahl der Stadtführungen durch den Fremdenverkehrsverein ging im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2013 von 351 auf 308 zurück. Das liege vor allem daran, dass aufgrund eines Wechsels im Fremdenverkehrsverein über einen Zeitraum von vier Monaten kaum Führungen stattfanden, erläuterte Stefanie Kölbl. Außerdem habe sich die Beratung verändert, so dass Anfragen an die verschiedenen touristischen Anbieter wie Kostümführer, Museum, Blautopfbähnle oder Kloster je nach Interesse der Gäste weitergegeben werden.

Service in Museum und Stadt soll weiter ausgebaut werden

Investitionen Das Urgeschichtliche Museum will in diesem und im nächsten Jahr investieren, um die vielen Besucher noch besser bedienen zu können - unter anderem sollen ein Museumskatalog und ein dreisprachiges Audio-Guide-System angeboten werden.

Besucherkonzeption Der Blaubeurer Gemeinderat hat ein Konzept mit konkreten Maßnahmen beschlossen, die Besucher künftig besser an bedeutende Höhlen im Achtal führen sollen. Die Konzeption ist nötig für den Antrag als Unesco-Weltkulturerbe. Vorschläge: Wanderwege zu den Höhlen sollen eine bestimmte Breite bekommen. Je nach Fundstelle soll es besondere Informationen und Erlebnisse geben. Ein Shuttle-Service könnte zwischen den Höhlen und der Blaubeurer Innenstadt angeboten werden.

 

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