Blaubeurer evangelische Gemeinde investiert 125 000 Euro in neue Heizung

Die evangelische Stadtkirche in Blaubeuren wird künftig besser beheizt. Sie wird an ein bestehendes Blockheizkraftwerk angeschlossen.

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Keine Frage, eine neue Heizung für das zentral gelegene, denkmalgeschützte Blaubeurer Gebäude war überfällig: "Der alte Heizungskessel stammte aus den 60er Jahren. Den konnte man nicht mehr gebrauchen", berichtet der Blaubeurer Dekan Klaus Schwarz über die inzwischen fast abgeschlossenen Bauarbeiten in der evangelischen Stadtkirche. Doch leicht war die Entscheidung nicht. Denn die Kosten belaufen sich auf 125 000 Euro - Geld, das die Kirchengemeinde nicht aus dem Ärmel schütteln kann, auch wenn einige namhafte Sach- und Materialspenden eingingen. Es ist nicht einfach, beim Heizen den Kirchenbesuchern einerseits genügend Wärme zu verschaffen und andererseits die wertvollen Kunstwerke in der Kirche und vor allem die Orgel nicht durch allzu starke Temperaturschwankungen und trockene Luft zu beschädigen.

Die neue Heizung soll nun die alten Probleme lösen und ökologisch vertretbar sein. Die Kirche ans Fernwärmenetz der Technischen Werke Blaubeuren (TWB) anzuschließen, sei eine gute Gelegenheit, den Bau mit ohnehin schon vorhandener Energie zu heizen, sagt der zuständige Architekt Karlheinz Federle. Die Wärme, die aus dem Blockheizkraftwerk der benachbarten Blautopfschule kommt, wird durch die neuen Heizkörper besser im Raum verteilt. Sie saugen Luft an sechs verschiedenen Stellen in der Kirche an und geben sie erwärmt wieder ab. Gleichzeitig wird der Luft Feuchtigkeit zugesetzt. Alles wird durch eine ausgefeilte Elektronik kontrolliert, so dass größere Schwankungen vermieden werden.

Die bisherige Heizung war schon seit Jahren nicht mehr richtig regulierbar. Das war vor allem für die Orgel ein Problem: Pro Stunde darf diese nur um etwa ein Grad Celsius erwärmt werden, sonst nimmt sie Schaden. Für die Kirchenbesucher war der Innenraum trotz aller Anstrengungen im Winter bisher unangenehm kalt, weil die warme Luft aus den Heizungsschächten schnell unters Dach strömte. Ein einzelner Heizungsschacht nahe des "Neubronner Altars" musste ganz geschlossen werden, weil der wertvolle Altar sonst zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden wäre.

Die TWB freuen sich über die Nutzung ihres Blockheizkraftwerks durch die Kirche. Der Anschluss des Gebäudes sorge für eine bessere Auslastung des Fernwärmenetzes - demnächst werden noch das sanierte Spitalgebäude, das TWB-Gebäude am Kirchplatz 2 und das Rathaus angekoppelt. Von Vorteil sei, dass die Kirche vor allem am Wochenende Wärme benötigt, wenn der Bedarf anderswo gering ist. Das Heizkraftwerk, das mit einem Erdgasmotor zur Stromgewinnung arbeitet, nutze die Energie des Gases zu 90 Prozent, berichtet der technische Leiter der TWB Ernst Hönig.

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