Blasmusik und Gaudi Kreismusikfest: Umzug mit 3000 Teilnehmern

Mit Party, Blasmusik und Wertungsspielen auf "echt hohem Niveau" hat Westerheim vier Tage lang Kreismusikfest gefeiert. Höhepunkt war der Umzug am Sonntag mit 3000 Teilnehmern. Gestern endete das Fest.

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Der traditionelle Musikergruß (oben): Nach dem Spiel des Gesamtchors, dirigiert von Landrat Heinz Seiffert (rechts unten mit Saxophon), recken die Musiker ihre Instrumente in die Höhe. Auf dem traditionellen Umzug der Musikkapellen (unten links) nehmen auch Vereine, Schulen und Kindergärten sowie die Feuerwehr teil. Fotos: Franz Glogger  Foto: 

"Wir wissen, was das Ausrichten eines solchen Festes einem Verein und seinen Helfern abverlangt. Deshalb bedanken wir uns besonders, dass sich immer wieder Vereine bereitfinden, für die Blasmusik die Arbeit auf sich nehmen", sagte Heinz Seiffert, Landrat im Alb-Donau-Kreis, am Sonntag beim Musikverein Westerheim. Der Verein war nicht nur Gastgeber des Kreismusikfestes 2015, er hat mit dem Fest zugleich das 245-jährige Bestehen seiner eigenen Blasmusikkapelle gefeiert.

Ins selbe Horn wie Seiffert stieß der Vorsitzende des Blasmusik-Kreisverbands Ulm-Alb-Donau, Matthias Dolpp, der sich seinerzeit beim Landrat bedankte, bei ihm "immer ein offenes Ohr für unsere Belange" zu finden. Als Dank für die Ausrichtung überreichte Seiffert Westerheims Vorsitzendem Dietmar Ramminger ein Bariton-Saxophon.

Ein dickes Lob für die bei den zweitägigen Wertungsspielen gezeigten Leistungen gab es vom Vorsitzender der Jury, dem Bad Wurzacher Musikdirektor Hans Herle. Die Region könne stolz auf ihre Kapellen sein, die "auf echt hohem Niveau spielen", sagte Herle (Ergebnisse in der Ausgabe gestern). Jede habe im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine prima Leistung gezeigt. Besonders habe im imponiert, dass sich die Teilnehmer aus den Wahlstücken das herausgepickt hätten, das ihrem Können am ehesten entspricht. "Sie haben sehr sensibel eine Auswahl getroffen und sich Gedanken gemacht, was zu ihnen passt", sagte der Musikdirektor. Anschließend spielten 2000 Musiker zum Gesamtchor auf, unter anderem den obligatorischen, vom Landrat dirigierten Kreismarsch.

Ohne Pause ging es weiter zum Umzug durch die Ortsmitte in Richtung Festzelt auf dem Sellenberg. 74 Gruppen reihten sich hinter dem Reit- und Fahrverein Westerheim ein, der traditionell die Umzüge in der Gemeinde anführt: Schulen und Vereine hatten sich herausgeputzt und kleine Themenwagen beigesteuert. Ein Kindergarten hat etwa die Arche Noah gebaut. Die Feuerwehr war mit historischem Spritzenwagen unterwegs, begleitet von den Gardemädchen der Interessengemeinschaft Fasnet, Zillenfahrer aus Gögglingen, historische landwirtschaftliche Fahrzeuge und natürlich vielen Musikkapellen. Nicht alltägliche Hingucker waren das Sechsergespann der Berg-Brauerei und die barfüßigen Erntehelferinnen und Landmädchen am Ende.

Dicht an dicht standen die Zuschauer und applaudierten den Gruppen. Mit etwas Glück bekamen sie ein erfrischendes Bier, wie etwa vom Ringinger Herbstfestwagen. Auf der Ehrentribüne beim Rathaus hatte nebst Seiffert die regionale Prominenz Platz genommen, wie Landtagsabgeordneter Karl Traub und sein designierter Nachfolger Manuel Hagel. Im Festzelt warteten auf Zuschauer und Teilnehmer kühle Getränke.

Mit viel Musik endete der Tag zur vollen Zufriedenheit von Musikvereins-Chef Ramminger, ebenso wie die Festtage seit Donnerstag mit Rock und Blasmusik. Gestern hat das Kreismusikfest in Westerheim mit der "Alb-Gaudi" mit Voxx-Club, den "Jungen Zillertalern" und Inka Wolf sein Ende gefunden.

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