Bewegungstag und noch viel mehr

Bewegungstag, gesunde Pause und noch viel mehr: In Illerrieden bereichern sportliche, kulturelle und künstlerische Angebote den Schulalltag. Schon seit Jahrzehnten werden Krippen gebaut.

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"Klug und froh und fit - und ich mach mit" hat sich die Illerrieder Schule seit einigen Jahren als Motto gegeben - was keineswegs ein leerer Slogan ist, sondern mit zahlreichen Aktivitäten gefüllt. "Wir wollen den Kindern neben dem Unterricht verschiedene Aktionen anbieten: sportliche, künstlerische und kulturelle", sagt Schulleiterin Christine Geisinger. Die acht Grundschulklassen und die vier Klassen der Werkrealschule - Außenstelle der Gemeinschaftsschule in Dietenheim - profitieren davon.

Ein Kernelement im sportlichen Bereich ist der neu eingeführte Bewegungstag, der fünfmal im Jahr stattfindet und von dem die Kinder begeistert sind. "Wir haben es vor zwei Jahren zunächst mit einem monatlichen Lauftag probiert", so Christine Geisinger. Doch der ist bei den Kindern auf unterschiedliche Resonanz gestoßen: "Die, die gern laufen, fanden ihn toll, die anderen einfach schrecklich." Laufen sei eben nicht jedermanns Sache. Deshalb wurde das Konzept geändert: Beim Bewegungstag werden in den Hallen Stationen aufgebaut, die die Kinder klassenweise durchlaufen. Da gibt es Klettern und eine Bewegungslandschaft, Geschicklichkeitswettspiele, Mannschaftsspiele und ein "Fitnesstudio". Die Schulleiterin: "Ich denke, damit haben wir die richtige Form gefunden, die Kinder hatten einen Mordsspaß und waren richtig durchgeschwitzt."

Es gibt aber noch mehr sportliche Angebote, etwa die Vorbereitung auf die Schülerläufe beim Einstein-Marathon in Ulm, Rope Skipping über die Aktion der Deutschen Herzstiftung und die Teilnahme an "Jugend trainiert für Olympia" im Gerätturnen und der Leichtathletik. Am Schnuppergolfen beim Golf- Club Ulm in der Wochenau waren die Kinder derart interessiert, dass im Frühjahr eine Golf-AG angeboten werden soll. Und es gibt Stars zum Anfassen: Im Basketball macht die Schule bei der Mini-Offensive des Bundesligisten Ratiopharm Ulm mit, bei der Spieler des Teams an die Schule kommen, in der Rhythmischen Sportgymnastik war die 26-malige Deutsche Meisterin Magdalena Brzeska schon vor Ort.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Ernährung. Deshalb gibt es einmal im Monat eine gesunde Pause. "Jede Klasse bereitet einmal im Jahr etwas für diesen Tag vor und verkauft das dann in der Pause", erläutert die Schulleiterin. "Natürlich läuft an diesem Tag in der Klasse nicht viel im normalen Unterricht." Aber die Schüler lernen etwas über gesunde Ernährung, müssen Einkaufsmengen und Verkaufspreise kalkulieren. Die Klassen dürfen selbst bestimmen, wohin der Gewinn geht, ob Tierheim oder eine andere Organisation, die auf Spenden angewiesen ist. Schöner Nebeneffekt: "Die Kinder essen Sachen, die sie zu Hause nie anrühren würden", melden Eltern in der Schule zurück. Zudem sind sie sensibel für Müllvermeidung: Die Schüler haben selbst festgestellt, dass Einmal-Becher viel Müll verursachen und angefragt, ob man dagegen etwas tun könne. Seither hat die Schule stabile Kunststoffbecher.

Auch kulturell ist einiges geboten. So geht es einmal im Jahr für jede Klasse ins Museum, vergangenes Schuljahr waren die Schüler im Neu-Ulmer Kindermuseum. Wohin es dieses Jahr geht, ist noch offen. Alle zwei Jahre gibt es im Wechsel mit dem Schulfest einen Musiktag, in Zusammenarbeit mit der Musikschule Iller-Weihung. Auch Theater steht auf dem Plan: Lange Jahre war das Ulmer Theater Anlaufstelle, diesen Sommer waren die Kinder bei der Schwabenbühne in Illertissen.

Künstlerisch tätig sind die Schüler ebenfalls. "Jedes Illerrieder Kind hat eine eigene, selbstgebastelte Krippe daheim", sagt Christine Geisinger. Zumindest von der vierten Klasse an, denn der letzte Grundschuljahrgang baut schon seit mehreren Jahrzehnten seine Krippen, mit Unterstützung fleißiger Mütter, die die Krippenfiguren gießen. Höhepunkt im Dezember ist dann die Krippenausstellung.

Um die Lesekompetenz zu stärken, gehen alle Grundschüler einmal im Jahr zu einer Autorenlesung, auch das Vorlesen im Unterricht wird mehrmals wöchentlich praktiziert. "Das bringt viel fürs Leseverständnis", so Christine Geisinger. Viel passiere in diesem Bereich mit der Gemeindebücherei zusammen, vor allem in der landesweiten Frederickwoche.

Ein regelmäßiges Zusammenkommen im Schulforum und gute Zusammenarbeit mit den Eltern sind der Schulleiterin wichtig. "Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir das Bestmögliche für die Kinder erreichen."

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