Besser informieren über Ganztagsschule

Beim Thema verbindliche Ganztagsschule fühlen sich Eltern in Herrlingen übergangen. Jetzt will die Stadt informieren und eine Umfrage starten.

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In Blaustein haben Vertreter von Schulen, Kindergärten, Stadtverwaltung und Gemeinderat in einer "Zukunftskonferenz" Eckpfeiler für die Entwicklung der sechs Blausteiner Grundschulen entwickelt. Das Konzept, das Mitte März dem Gemeinderat vorgestellt wurde, sieht vor, die Klingensteiner Eduard-Mörike-Schule und die Herrlinger Lindenhofschule zu verbindlichen Ganztagsschulen zu entwickeln. Die Schulkonferenz der Mörike-Schule (Schulleitung, Vertreter der Lehrer, Eltern und Schüler) hat jetzt einen entsprechenden Beschluss gefasst - die Schulkonferenz der Herrlinger Lindenhofschule nicht. Dort kritisieren Eltern, nicht rechtzeitig informiert worden zu sein. Manche lehnen die verbindliche Ganztagsschule ab, die Kindern und Eltern Freiheiten nehme.

"Es gibt wohl ein gewisses Informationsdefizit", gibt die Blausteiner Hauptamtsleiterin Anke Jaeger zu. "Wir wollen nichts einfach durchsetzen", betont sie. So schlägt die Stadtverwaltung dem am Dienstag tagenden Gemeinderat (18 Uhr, Rathaus) vor, für Herrlingen, wo 95 Grundschüler unterrichtet werden, noch nichts festzulegen. Stattdessen wollen Grundschule und Stadtverwaltung über das Thema informieren und in kleinen Kreisen diskutieren. "Schon am Mittwoch nach der Sitzung geht es los mit den Eltern der Klasse 2", sagt Anke Jaeger. Dann folgen Abende für die Eltern der Klasse 1, dann der Vorschulkinder und schließlich der Kindergartenkinder. Mit einem anonymisierten Fragebogen wird eine Meinungsumfrage gestartet. Das entspricht dem Votum der Schulkonferenz der Lindenhofschule, das auch der Herrlinger Ortschaftsrat mit trägt.

Für die Eduard-Mörike-Grundschule in Klingenstein (93 Schüler) will die Stadt beim Regierungspräsidium Tübingen einen Antrag auf Einrichtung einer Ganztagesschule zum Schuljahr 2016/2017 stellen. Geplant ist eine Ganztagsschule in verbindlicher Form an drei Tagen pro Woche mit jeweils sieben Stunden von 8 bis 15 Uhr. Voraussetzung muss nach Beschluss der Schulkonferenz sein, dass die Stadt eine "Randbetreuung" von 6.30 bis 8 Uhr und von 15 bis 17 Uhr anbietet. An zwei Tagen pro Woche will die Schule ein freiwilliges Nachmittagsangebot auf die Beine stellen.

Situation an den anderen vier Grundschulen der Stadt Blaustein: An der Ludwig Uhland-Schule, die im Schulzentrum Ehrenstein untergebracht ist, sind wegen der Einführung der Gemeinschaftsschule die räumlichen Möglichkeiten eingeschränkt. Die Grundschule Arnegg wird im Halbtagesbetrieb weitergeführt, die Grundschule Bermaringen soll Verlässliche Grundschule bleiben (7.30 bis 14 Uhr).

Die Schulkonferenz der Grundschule Wippingen will zur Frage der Ganztagsschule eine Meinungsumfrage starten, grundsätzlich werde ein Ganztagskonzept in der verbindlichen Form angestrebt für drei Tage mit jeweils sieben Stunden. Für den Ortschaftsrat Wippingen stellt sich die Frage der Räumlichkeiten. Vorschlag: Das alte Rathaus, das in Kürze leer wird, nicht verkaufen und dort Räume für die Grundschule schaffen.

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