Besenwirtschaft des Musikvereins Ringingen

Bei der 19. Besenwirtschaft des Musikvereins Ringingen war nur eines knapp: der Platz. So viele wollten sich ein gehaltvolles Essen gönnen.

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Mit gehobelten Mandeln und Schokostückchen: Alina und Daniel halfen Sarah Braunsteffer beim Zubereiten der Nachspeisen-Teller. Foto: Franz Glogger

Ist bei Musikern sonst flottes Fingerspiel gefragt, war beim Musikverein Ringingen am Wochenende vor allem schnelle Beinarbeit gefordert. Von vivace (lebhaft) bis prestissimo (äußerst schnell) wurden die Wege zwischen Essensausgabe und Tischen zurückgelegt.

Moderato (mäßig) ging es allenfalls bei der Zubereitung von Kesselfleisch und Bratwürsten zu, schließlich galt es, Finger allenfalls als Maßeinheit für die Dicke gegarter Bauchstücke herzunehmen und nicht die Genannten in Hektik in Scheiben zu schneiden. Adagio (ruhig) gar war beim Anrichten der Nachspeisen gefragt. Gebackene Apfelringe mit Vanilleeis, garniert mit Schokoladensoße, gehobelten Mandeln und Schokostückchen sollten ja auch was fürs Auge hergeben.

Hier hatte Sarah Braunsteffer zwei fleißige Helfer zur Hand. Alina (7) führte akkurat Statistik, welche Varianten wie oft über den Tisch gingen, garnierte mit Daniel (12) die Teller und brachte sie zur Ausgabe. "Die nehmen ihre Aufgabe so ernst, dass ich kaum nachkomme", sagte Braunsteffer. Eine ganze Schar solcher Heinzelmännchen wuselte zwischen Küche und Essensausgabe hin und her oder half an anderer Stelle. Annika (14) zum Beispiel versorgte die Küche mit sauberen Tellern und Julian (13) und sein kleiner Bruder Robin (7) transportierten Salatteller. Die kleinen Helfer eifern, meist schon seit etlichen Jahren, ihren Eltern nach, die ebenfalls im Festteam aktiv sind. Es mache Spaß, im Team zu arbeiten, sagte Annika, auch, dass die Großen die Hilfe schätzten, ergänzte Julian. Das gilt wohl für alle Helfer, denn hinter den Kulissen gab allegro (heiter und fröhlich) den Ton an.

Die Einbindung der Jugend, quer durch alle Alter, ist dem Vorsitzendem Joachim Trapp - bis zum Januar waren er und sein Vize Thomas Felk Jugendleiter - wichtig: "So erfahren sie frühzeitig, dass auch ein großes Fest und das Übernehmen von Verantwortung im Team gut zu bewältigen ist und Spaß macht." Mit dem 19. "Besen" ist der Vorsitzende sehr zufrieden: "Es war wieder ein tolles Fest, auch wenn nicht jeder gleich seinen Wunschplatz bekommen hat. Satt werden konnte jedenfalls jeder."

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