Beschilderung für Wanderwege fehlt noch

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Schwierig bis unmöglich ist es, eine Wandertour zu machen, wenn keine Schilder am Wegesrand stehen, die die Richtung zeigen. Insofern sind sich die Verantwortlichen einig, dass es schade ist, dass noch nicht alle 20 Wege der neuen „Eiszeitpfade“ des Alb-Donau-Kreises beschildert sind. Zumal die Wandersaison bereits begonnen hat. „Aber es gab Verzögerungen bei der Herstellung und Auslieferung der Schilder“, sagt Bernd Weltin, Sprecher des Alb-Donau-Kreises. Das Heft mit den 20 Eiszeitpfade-Touren – zum Teil neu zusammen gestellte, zum Teil alte, die überarbeitet worden sind – ist bereits veröffentlicht. Es könnten also Leute auf die Idee kommen, die Touren zu wandern. „Die Schilder sollen so schnell wie möglich aufgestellt werden“, sagt denn auch Landratsamt-Sprecher Weltin. Er weist zudem darauf hin, dass die GPS-Daten für sämtliche „Eiszeitpfade“ bereits auf der Homepage des Alb-Donau-Kreises abrufbar sind – und sie damit mithilfe des Smartphones wanderbar sind.

Auch Hans-Georg Sievers bedauert die Verzögerungen bei der Beschilderung. Sievers ist Inhaber eines Büros für Wandertourismus in Emmendingen und hat die „Eiszeitpfade“ im Auftrag des Kreises zusammenstellt. Sie sind Teil der Wanderkonzeption, die der Alb-Donau-Kreis bereits im Jahr 2013 angestoßen hat. Sievers hat bei den Touren eng mit den lokalen Vertretern des Schwäbischen Albvereins zusammengearbeitet.

Grüne und gelbe Schilder

Auch werden die neuen  Touren mit den Wanderwegen des Schwäbischen Albvereins vernetzt. „Wenn sich Wege kreuzen oder abzweigen, wird selbstverständlich darauf hingewiesen“, sagt Sievers. Die großen gelben Schilder sind die für die Wege des Albvereins und den Jakobsweg, die kleineren grünen Schilder weisen den Weg zu den Eiszeitpfaden.

„Bei sieben der Touren gibt es bei den Schildern Lieferschwierigkeiten, für zwei, einer in Munderkingen und einer in Ehingen, sind die Schilder schon ausgeliefert“, weiß Sievers. Er geht davon aus, dass diese demnächst von den Bauhöfen der beiden Städte aufgestellt werden. Bereits fertig beschildert sei der Neandertalerweg und die Fohlenhausrunde im Lonetal. Sie seien Teil eines früheren Projektes und daher bereits beschildert gewesen.

Sievers betont, dass alle 20 Touren „touristisch  hochwertig“ seien. So werde auf Gasthäuser und Sehenswürdigkeiten an der Strecke hingewiesen. Vier der Wege sollen noch in diesem Jahr mit dem Prädikat „Wanderbares Deutschland“ zertifziert werden: der Eiszeitjägerpfad und der Felsenstieg in Blaubeuren, der Lauterfelsensteig in Blaustein sowie der Burgfelsenpfad in Ehingen. Wander-Experte Sievers erwartet einen Schub an Wanderen: „Es gibt Leute, die gehen nur solche Prädikatswege. Da wissen sie, was sie erwarten können.“

Pfosten da, Schilder fehlen

Bei diesen vier Wegen ist nun auch Eile angebracht. Denn bis Ende Juni müssen sie fertig ausgeschildert sein, sonst wird es dieses Jahr nichts mit der Zertifzierung. Bei der Stadt Blaustein sind zumindest die Pfosten für die Schilder schon mal da – bereits seit vergangenem Herbst. Die Wegzeiger selbst dagegen sind noch nicht vollständig beim Bauhof angekommen, sagt die Umweltbeauftragte Elke Bossert. Sobald sie da sind, wird sie sich mit dem Bauhof und den Verantwortlichen des Schwäbischen Albvereins aufmachen, um den neuen Lauterfelsensteig auszuschildern.

Die Konzeption Im Juli 2013 hat der Kreistag des Alb-Donau-Kreises beschlossen, eine neue Wanderkonzeption für rund 180 000 Euro in Auftrag zu geben. Eine Hälfte der Kosten trägt der Kreis, die andere die Kreis-Kommunen. Ziel ist, die Wanderwege einheitlich zu beschildern. Der Wander-Experte Hans-Georg Sievers hat zusammen mit lokalen Akteuren die 20 „Eiszeitpfade“ erarbeitet. Kriterien für die neuen Touren, die zwischen 5 und 15 Kilometer lang sind, waren unter anderem, dass sie einen klar definierten Ausgangspunkt, einen möglichst hohen Anteil an naturbelassenem Untergrund haben und wenig entlang von befahrenen Straßen verlaufen.

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