Bernd Mangold in Berghülen für weitere Amtszeit verpflichtet

Berghülen ist schuldenfrei, der Ort erzeugt mehr Energie als er selbst benötigt: Als Bürgermeister hat Bernd Mangold in 24 Jahren viel bewegt. Jetzt ist er mit viel Lob für eine vierte Amtszeit verpflichtet worden.

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Der stellvertretende Bürgermeister Karl Kücherer (rechts) hat bei einer Feier in der Auhalle Bürgermeister Bernd Mangold für eine neue Amtszeit in Berghülen verpflichtet und sich bei dessen Ehefrau Marieluise mit Blumen bedankt. Foto: Brigitte Scheiffele

Mit deutlichem Kopfnicken reagierte Bernd Mangold auf ein Zitat des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel, das der stellvertretende Berghüler Bürgermeister Karl Kücherer in seine Ansprache eingebaut hatte. Rommel wurde gefragt, was er anders machen würde, wenn er 22 Amtsjahre wiederholen könnte? Seine Antwort: "Mich nicht mehr über jeden Dreck so aufregen." Aufregungen mag es auch in den nächsten acht Jahren für den Vollblutpolitiker Bernd Mangold geben. Nach 24-jähriger Amtszeit ist er für eine weitere Periode verpflichtet worden. Wie bei der Einführung deutlich wurde, will Mangold weiterhin mit Energie um Ideale kämpfen, ist noch lange nicht amtsmüde und hat an Zuversicht nichts verloren.

Groß war die Gästeschar in der Auhalle bei der "öffentlichen Gemeinderatssitzung mit nur einem Tagesordnungspunkt", wie Kücherer sagte: Bürger, Freunde und Vertreter von Politik und Wirtschaft. Karl Kücherer blickte auf 24 Amtsjahre des Berghüler Bürgermeisters zurück: Einen Schuldenstand von 1200 Euro pro Einwohner hatte Mangold von seinem Vorgänger übernommen. Heute ist Berghülen schuldenfrei und aus dem beschaulichen Albdorf sei eine konkurrenzfähige und moderne Gemeinde geworden. Baugebiete wurden in Berghülen und Bühlenhausen ausgewiesen, Gewerbebetriebe haben sich angesiedelt, Kindergarten, Schule und andere öffentliche Einrichtungen, auch im kleinsten Teilort Treffensbuch, wurden saniert oder neu gebaut.

Als eigentlich "grüner Bürgermeister" habe sich Mangold in der Bürgerenergiegenossenschaft stark gemacht, in der 240 Mitglieder mit einem Gesamtkapital von mehr als einer Million Euro am ENBW-Windpark Berghülen beteiligt sind. Inzwischen ist die Gemeinde mit der Erzeugung regenerativer Energie rechnerisch stromautark, erzeugt mehr als sie selbst verbraucht. Berghülen steht im Solar-Ranking im Alb-Donau-Kreis auf dem ersten Platz, landesweit an 22. Stelle.

Die Lobeshymnen bezogen sich am Freitagabend auch auf andere Aktivitäten Mangolds. Er liebe und fördere das Vereinsleben, er wurde als "Team-Manager im besten Sinne" bezeichnet. Er agiere "entschlussfreudig mit dem richtigen Schuss von schwäbischem Humor", er sei kein beratungsresistenter Einzelkämpfer und wolle die Menschen mitnehmen. Fachlich qualifiziert, mit einer offenen und angenehmer Art, fleißig und mit gesundem Menschenverstand arbeite Mangold weiter für Berghülen.

Für ihn ist die überzeugende Wiederwahl höchste Auszeichnung in seinem Traumberuf. Im Fußballgeschäft spreche man bei einer solch langen und erfolgreichen Trainerzeit von einer "kaum vorstellbaren Kontinuität", sagte Kücherer, in Berghülen vom "Otto Rehagel" unter den Bürgermeistern.

"Fast 90 Prozent der abgegebenen Stimmen haben dich bestätigt und unterstützen dich. Unterstützung ist für eine gute Leistung nötig", sagte Landrat Heinz Seiffert zu Mangold und bezog sich auf die "schuldenfreie Gemeinde Berghülen, in der trotzdem maßvoll investiert" worden sei. Grußworte und Glückwünsche kamen zudem von Pfarrer Johannes Koch, Schul-Rektor Dieter Stirn, Gemeinderat Konrad Schwarzenbolz, Vereinsvertreter Karl Scheck. Musikalische Beiträge steuerten bei der großen Feier in der Auhalle der Posaunenchor, der Gesangvereins und der Schülerchor "Goldkehlchen" bei.

Bernd Mangold selbst dankte für die Rückenstärkung durch die überzeugende Wiederwahl am 26. Januar. Bei einer Wahlbeteiligung von 53 Prozent holte der 56-jährige Amtsinhaber 88,5 Prozent der Stimmen. Das in 24 Jahren Geschaffene erfülle ihn durchaus mit Stolz, sei aber nur durch gemeinsame Anstrengung vieler möglich gewesen. Zahlreiche Aufgaben auf unterschiedlichsten Feldern sieht er vor sich. Er dankte seiner Frau Marieluise, denn ohne Unterstützung der Familie sei ein solches Amt nicht zu bewältigen, sagte Mangold.

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