Berghüler Gemeinderätin will Angebote vergleichen können

Die Ausschreibungspraxis der Berghüler Gemeindeverwaltung für Bauleistungen hat zu einer grundsätzlichen Diskussion im Gemeinderat geführt.

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In der Sitzung am Dienstag standen zwei Aufträge zur Vergabe an: die Straßenbeleuchtung in der neu gestalteten Ortsmitte und die Ausstattung der Laufbahn auf dem Sportplatz mit einer Kunststoffbahn. Rätin Antje Dick störte es, dass das Gremium für die Straßenbeleuchtung nicht aus mehreren Angeboten das günstigste wählen konnte, weil keine öffentliche Ausschreibung erfolgt war. Der Auftrag für 20 Masten und 21 Leuchten sollte nach dem Vorschlag der Verwaltung an das Albwerk gehen, das dazu nach Anfrage der Gemeinde ein Angebot in Höhe von 36 000 Euro abgegeben hatte. Dagegen war die Laufbahnsanierung in einem beschränkten Verfahren ausgeschrieben worden.

Sie verstehe nicht, weshalb die Arbeiten im ersten Fall mit Ausschreibung, im zweiten ohne vergeben werden sollten. Bürgermeister Bernd Mangold räumte ein, dass die Gemeinde aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Vertragspartner zur Stromlieferung „Albwerk“, auch diesmal auf den Anbieter zurückgegriffen habe. Das habe sich so eingebürgert und „wurde vom Gemeinderat bislang mitgetragen“. Sie als Neuling könne dies nicht wissen.

Walter Nessyt plädierte dafür, den Auftrag für die Straßenbeleuchtung in der Ortsmitte wie vorgeschlagen an das Albwerk zu vergeben, „die sind immer da, wenn man sie braucht und kennen unser Stromnetz“. Aber den nächsten ähnlichen Auftrag, nämlich den zur Erschließung des neue Wohngebiets, solle die Gemeinde öffentlich ausschreiben. „Dann erfahren wir, ob es preisliche Differenzen gibt.“ Das Gremium folgte dieser Empfehlung mit zwei Gegenstimmen.

Schlucken mussten die Gemeinderäte bei der Auftragsvergabe für die Laufbahn auf dem Sportplatz. Das günstigste Angebot mit 60 000 Euro liegt um 15 000 Euro über der Kostenschätzung. Der Bürgermeister begründete dies einerseits mit Zusatzarbeiten im Unterbau, die nicht berücksichtigt waren, und Preissteigerungen seit der Kostenschätzung. „Wir sollten durchziehen, was wir beschlossen haben, ob die Laufbahn bei einem Verschieben der Maßnahme günstiger wird, ist fraglich.“ Diese Vergabe erfolgte einstimmig.

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