Berghülens Bürgermeister verpflichtet neue Gemeinderäte

Berghülens neu gewählte Gemeinderäte haben am Montagabend erstmals getagt. Mit Handschlag nahm Bürgermeister Bernd Mangold allen den Verpflichtungseid ab, darunter drei neue.

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Die Gemeinderäte aus Berghülen sind am Montag verpflichtet worden, darunter auch drei neue (von links): Antje Dick, Kurt Kröner und Markus Mayer.  Foto: 

Neu gewählt sind alle zehn Gemeinderäte in Berghülen, tatsächlich neu im Gremium jedoch drei: Antje Dick, Kurt Kröner und Markus Mayer. Allen nahm Bürgermeister Bernd Mangold per Händedruck den Eid ab, sich für das Wohl von Bürgern und die Gemeinde einzusetzen. Mangold lobte die Gewählten: "Mit Ihrer Kandidatur haben Sie alle bewiesen, dass es Ausnahmen gibt in der allgemein herrschenden Politikverdrossenheit." Auf keiner anderen als der kommunalen Ebene könnten sich Entscheidungen direkter auf die Bevölkerung auswirken, betonte er. Der Berghüler Rat stehe auch in Zukunft vor Herausforderungen: Für Flüchtlinge werde sicher mehr Platz benötigt, der demografische Faktor wirkt sich auf die Dorfstruktur aus und die Kinder- und Seniorenbetreuung wird ein Thema sein. Auch die Werkrealschule, deren Zukunft eher nicht gewährleistet sei, werde das Gremium im Laufe seiner Amtsperiode von fünf Jahren beschäftigen.

Schließlich bat Mangold um eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit, "so, wie ich Sie Ihnen und Ihren Vorgängern, anbiete". Er warnte, dass nicht immer auf Anhieb Einigkeit herrsche im Rat, das sei aber gut so: "Eine sachliche und faire Diskussion führt in der Regel zu guten Entscheidungen." Der Bürgermeister verwies auf Pflichten, wie die Teilnahmepflicht an den Sitzungen und Rechte, wie etwa der Anspruch auf Sitzungsgeld von etwa 20 Euro je Sitzung. Hier beschloss das Gremium sogleich mit zwei Enthaltungen, dass jeder Rat auf seine Entschädigung zugunsten des allgemeinen Kommunalhaushaltes verzichte. Eine kurze Diskussion ging dem Beschluss voraus, in der Antje Dick vorschlug, "alte Traditionen" zu brechen. Mangold meinte zwar, dass man sich "nicht scheuen dürfe, eingefahrene Dinge zu ändern." Doch die Gemeinderäte verzichteten weiterhin auf das Sitzungsgeld.

Die Verteilung der Ausschussämter gestaltete sich das mühsamer als früher, denn mit Wegfall der unechten Teilortswahl bei der jüngsten Kommunalwahl fielen auch zwei Sitze im Gemeinderat weg. Die Freie und die Unabhängige Liste teilen sich nach dem Wählerwillen gerecht die Sitze. Doch nunmehr mussten 15 Ausschussplätze zuzüglich deren Stellvertreter unter zehn und nicht mehr wie vorher unter zwölf Räten aufgeteilt werden. Doch die Ratsmitglieder zeigten sich allesamt offen, so dass auch hier zumeist rasch Einigung erfolgte. Auch die Stellvertreter des Bürgermeisters wurden gewählt: Wie es Usus ist, übernehmen dies die beiden Stimmkönige, die heuer Karl Kücherer (erster Stellvertreter) und Konrad Schwarzenbolz (zweiter Stellvertreter) waren.

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