Berghülen muss mehr für Sanierung der Ortsmitte zahlen

Die Sanierung der Ortsmitte wird teurer und könnte sich verzögern. Schwalben nisten in einem der Gebäude, das die Gemeinde abreißen will.

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Die ursprünglich auf 840 000 Euro veranschlagte Sanierung der Berghüler Ortsmitte wird nun doch deutlich teurer, rund 90 000 Euro. Das hat Bürgermeister Bernd Mangold in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. Die Gründe dafür sind zum einen die außerplanmäßig vergrößerte Parkplatzfläche neben dem Rathaus und der Bushaltestelle sowie die Erweiterung der Gehwege innerhalb des Sanierungsgebiets.

Die Gehwege können erst jetzt erweitert werden, nachdem die Gemeinde kurzfristig ein Gebäude im Sanierungsgebiet aufkaufen konnte. Dieses soll bald abgebrochen werden soll. Außerdem waren Tiefgrundarbeiten an Sockel und Fundamenten einiger bestehender Gebäude notwendig. Wegen der Bauarbeiten, die bis an die Häuserkanten gingen, mussten die Häuser aufwendig abgesichert werden.

Der Abbruch des von der Gemeinde erworbenen Gebäudes verzögert sich zurzeit allerdings, weil Rauchschwalben dort ihre Brut aufziehen. Die Naturschutzbehörde, die hinzugezogen wurde, geht davon aus, dass die jungen Schwalben bis Mitte August ausfliegen werden.

Eigentlich ist die Straßensanierung auf Höhe des betroffenen Hauses noch im August geplant. Bürgermeister Bernd Mangold hofft daher, dass die Naturschützer Recht behalten werden. Als Ersatz für die dann fehlenden Vogelnester soll ein so genanntes Schwalbenhaus aufgestellt werden. Es soll Platz bieten für mehrere Kunstnester und zusätzlichen Raum, damit die Schwalben ihre eigenen Nester bauen können. 

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