Benefizkonzert mit Spiritualität und Poesie

Der Singkreis der Seelsorgeeinheit Erbach, Instrumentalisten und gehaltvolle Texte der Hospizgruppe boten den mehr als 500 Zuhörern in der St. Martinus-Kirche in Erbach ein besonderes Hörerlebnis.

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Um den ehrenamtlichen Dienst der Hospizgruppe Donau-Schmiechtal für Sterbende und deren Angehörige nach dem Leitspruch "Bis zuletzt in Würde leben können" und "Jeder Mensch ist ein einmaliges Geschöpf Gottes und hat daher seinen Wert und seine Würde" am christlichen Menschenbild weiter zu stützen, hat der Förderverein der Hospizgruppe am Sonntag zu einem Benefizkonzert in die Erbacher Schlosskirche St. Martinus eingeladen. Weit mehr als 500 Zuhörer kamen.

Als "Irische Messe" mit dem Titel "Die Saat geht auf" ausgerichtet, führten die Sängerinnen und Sänger des Singkreises der Seelsorgeeinheit Erbach, das Streich-Ensemble der Erbacher Musikschule und die Band "Alzate" sowie einige weitere Instrumentalisten unter Leitung von Michael Junginger zu den Wurzeln der irischen Musik, die untrennbar verbunden ist mit den keltischen Heiligen, die nicht nur Irland mit neuen Impulsen prägten, sondern auch die Kirche in Europa.

Wie Pfarrer Dietmar Krieg einleitend berichtete, habe er selbst eine enge Beziehung zu Irland. 2006 habe er sich bei einer Irlandreise auf Spurensuche des Nationalheiligen St. Patrick begeben. Zur "Irischen Messe" erläuterte er, sei diese ursprünglich keltische Messe des Komponisten und Priesters Liam Lawton um sechs Gottesdienstgesänge erweitert worden. Den Zuhörern gab er ans Herz: "Lassen Sie sich mit Augen, Ohren und Seele auf dieses besondere Geschenk in Symbiose mit der Liturgie ein."

Der Geistliche hatte nicht zuviel versprochen. Es war ein Hörerlebnis, das Musik, Spiritualität und Poesie fein zusammen gesponnen hatte. Beim Durchwandern der "Irischen Messe" mit spürbarer Sensibilität verarbeiteten Werke, wie die Ouvertüre "Aus der Tiefe", dem Kyrie "Ehre sei Gott", "Halleluja", "Näher kommt das Fest", "Heilig, Heilig", "Gottes Lamm", "Jesu Tod" oder auch "Dankt dem Herrn" rückten der Chor und die Instrumentalisten das wertvolle Motiv des Glaubens in den Blick. Gleichwohl die Frauen der Hospizgruppe mit ihren tiefgreifenden Texten, etwa "Ein Lächeln kostet nichts und gibt doch so viel. Manche können nicht mehr lächeln, keiner braucht das Lächeln mehr, als Menschen, die es nicht mehr haben", berührten.

So still und bewegt die Zuhörer in den Kirchenbänken saßen, so begeistert und stürmisch spendete das Publikum nach dem mit atemberaubender Intensität vorgetragenen "Ave Maria" und dem Läuten der Kirchenglocken am Ende des Benefizkonzerts den wohl verdienten Applaus.

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