Bejubeltes Konzert

Vor vollem Haus konzertierte der Musikverein Suppingen bei seiner 38. Jahresfeier - dem Jubiläumskonzert. Der Verein feiert nämlich heuer seinen 40. Geburtstag. Ein musikalischer Rückblick auf hohem Niveau.

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Einsatz über Konzerte hinaus: Der Musikverein Suppingen unter der Leitung von Robert Höft sei aus dem Dorfleben nicht wegzudenken, hieß es beim Jubiläumskonzert.  Foto: 

Mit Suppingen eng verbunden sind die traditionellen Konzerte "Suppingen singt und spielt" sowie das Frühlingsmusikfest. Beide gäbe es jedoch nicht ohne den Musikverein. Schon im Gründungsjahr 1976 luden die rührigen Musiker zum ersten Frühlingsmusikfest ein. Ein Jahr später veranstalteten sie bereits eine gemeinsame Jahresfeier mit dem Gemischten Chor Suppingen. "Suppingen singt und spielt" war geboren. Eine Tradition zweier Vereine, die der Musikverein heuer ausschließlich wegen des Jubiläums unterbrochen hat. Freunde und Anhänger durften die Musiker pur und in bester Spiellaune erleben.

Die Kapelle servierte ihrem Publikum in der vollen Kornberghalle einen musikalischen Rückblick. Mit Schwung und präzisem Puls kamen Konzert- und Armeemärsche daher. Der "Jungbläser Marsch" zum Beispiel, erstmals von der Kapelle gespielt ein halbes Jahr nach ihrer Gründung. Oder "Preußens Gloria", ein heute noch oft aufgeführter Traditionsmarsch, bei dem die Suppinger Bläser die festen Schritte einer Hundertschaft von Soldaten hörbar machten. Und im wiegenden Dreivierteltakt schunkelten sich die Musiker im "Schlittschuhläufer" über die Eisbahn. "Das ist schöne alte Musik", flüsterte eine Zuhörerin.

In 40 Jahren hat die Kapelle vieles aus der zeitgenössischen Musik aufgegriffen. So überzeugte sie mit einem Abba-Medley, das mit mitreißender Dynamik und einem kraftvollen Schlagzeug daher kam. Mit Verve schwang Robert Höft in der Filmmusik "Pirates of the Caribbean" den Taktstock, führte die Musiker und das Publikum in eine hochdramatische Seeschlacht mit durchweg straffem Spannungsbogen. Das Jubiläumskonzert überzeugte nicht nur mit hohem Niveau, sondern zudem mit über die Jahre angewachsenem Repertoire.

"Wir wünschen uns weiterhin solch gute Musiker, die mit Spaß musizieren", sagte Ortsvorsteher Bernd Kühnle. "Ihr würdet fehlen, gestaltet Ihr doch viele Feste und Feiern im Ort mit." Er verwies auf das ehrenamtliche Engagement, von dem Suppingen längst nicht nur im musikalisch-kulturellen Bereich profitiere. Der Musikverein engagiert sich über die Ortsgrenzen hinaus. Seit 1994 gehören die Musiker regelmäßig zum Unterhaltungsprogramm beim Laichinger Stadtfest. Dort sind sie zudem immer wieder mit einem Bewirtungsstand dabei.

Die Zuverlässigkeit, mit der sich der Verein engagiert, spiegelt sich zudem in einer außergewöhnlichen Konstante bei Vereinsführung und Kapellenleitung: Vier Vorsitzende in 40 Jahren, wobei Gründungs- und Ehrenvorsitzender Otto Bucher und sein Nachfolger, der Ehrenvorsitzende Hans Geiwiz, mit zusammen 29 Jahren am längsten an der Spitze saßen. Seit zwei Dekaden dirigiert Robert Höft die Musiker, die 20 Jahre zuvor reichten vier Dirigenten den Taktstock von Hand zu Hand.

Unter Höfts Führung errang die Kapelle den bisher größten Erfolg, berichtete Michael Schöll aus der Chronik: Erster Platz beim Wertungsspiel 1999. Höfts Blick fürs Detail und seine Kunst, die Bläser zu motivieren, machte dies möglich. Auf diesem Niveau musizieren die aktuell 45 Musiker heute noch. Dazu trägt auch die herausragende Jugendarbeit bei. Seit 1980, als die damalige Melodicagruppe zur Jugendkapelle formiert wurde, bildet der Musikverein seinen eigenen Nachwuchs aus. Und wer den Musikverein am Samstagabend erlebt hat, wird hoffen, dass die Ära Höft noch lange andauert. Diesen Gedanken verfolgt auch die Stadt, die Kühnle mit einem Geldgeschenk zum Gratulieren geschickt hatte.

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