Oldtimerfreunde Langenau: Begeistert vom alten Blech

Seit fast 20 Jahren leben die Oldtimerfreunde Langenau ihre Leidenschaft für historische Fahrzeuge. In der alten Schuhfabrik in der Angertorstraße haben sie ein Vereinsheim eingerichtet.

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Bei den Oldtimerfreunden Langenau sind Groß und Klein gleichermaßen geschätzt: Hier einige Mitglieder mit einem Mini aus dem Jahr 1983 und einem Cadillac Eldorado, Baujahr 1973.  Foto: 

„Einheitsbrei“ sucht man bei den Oldtimerfreunden Langenau vergebens: „Bei uns ist alles willkommen, was rollt, fährt, schwimmt oder fliegt und selten ist“, sagt ihr Vorsitzender Gerd Deutschmann. So zählt sogar ein historisches Segelflugzeug aus den 1960er Jahren zu den Schätzen des Vereins. Rund 200 historische Fahrzeuge stehen in den Garagen seiner knapp 140 Mitglieder, die aus der Region und dem Landkreis Günzburg, teilweise sogar aus dem hohen Norden kommen.

Wie viele Fahrzeuge jeder Einzelne hat, variiert. „Manche haben nur ein Moped, andere gleich mehrere PKW“, erklärt Deutschmann. So wie er selbst, der 14 Oldtimer auf zwei und vier Rädern sein Eigen nennt – vom echten New Yorker Checker-Taxi bis hin zur britischen Luxuslimousine. „Bei uns ist alles durcheinander“, sagt der Vorsitzende mit einem breiten Grinsen. Durcheinander im besten Sinne nämlich: Bei den Oldtimerfreunden sind Frauen und Männer, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen aktiv. „Die Altersspanne unserer Mitglieder reicht von 16 bis 80 Jahren.“ Vom Schüler bis hin zum Akademiker sind alle Bereiche des täglichen Lebens vertreten; jeder bevorzugt unterschiedliche Fahrzeuge und Fahrzeugtypen. „Es muss nur menschlich passen“, sagt der zweite Vorsitzende Rainer Häußler. Dies sei das einzige Aufnahmekriterium in dem Vererin.

Seit 1999 kommen die Oldtimerfreunde Langenau als lose Gruppe zusammen, 2001 erfolgte der Eintrag als Verein. 2006 übernahm Gerd Deutschmann von seiner Mutter das im Familienbesitz befindliche Areal der alten Langenauer Schuhfabrik „Dela“ in der Angertorstraße. Hier haben die Oldtimerfreunde ein Zuhause gefunden: In Eigenleistung bauten die Frauen und Männer eine der Hallen zum schmucken Vereinsheim um. Jeden Mittwoch kommen die Oldtimerfreunde vor Ort zum Vereinsabend zusammen, jeden letzten Donnerstag im Monat ist ebenfalls ein Treffen angesetzt. Geschraubt und gebastelt wird dann aber in aller Regel nicht. „Bei unseren Vereinsabenden ist vor allem Zeit zum Fachsimpeln“, erklärt Häußler. Und Zeit, um sich auf Zukünftiges zu freuen: Nächstes Jahr im Mai wollen die Langenauer eine Ausfahrt nach Allihies in Irland unternehmen, um dort eine befreundete Oldtimer-Gruppe mit historischen Fahrzeugen zu besuchen. 14 Tage soll die Reise dauern. Wie groß das Interesse daran ist, hat Organisator Gerd Deutschmann überrascht: „Ich bin davon ausgegangen, dass wir vielleicht fünf oder sechs Fahrzeuge zusammenbekommen.“ Stand heute wollten jedoch bereits 18 Oldtimerbesitzer aus der Region mit ihren Fahrzeugen dabei sein.

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