Bauverfahren ruht vorerst

Die evangelische Kirchengemeinde Laichingen will das Genehmigungsverfahren zum Bau eines umstrittenen Pavillons vorerst ruhen lassen.

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" Die evangelische Kirchengemeinde Laichingen hat beschlossen, ein vorläufiges Ruhen des Genehmigungsverfahrens zum Bau eines Pavillons im Kirchgarten zu beantragen. Damit sollen diejenigen Bürger, die sich an das Regierungspräsidium oder das Landratsamt gewandt haben, in nächster Zeit die Möglichkeit haben, in einem Gespräch mit Abteilungspräsident Dr. Tobias Schneider vom Regierungspräsidium Tübingen ihre Fragen und Bedenken zu erörtern." So steht es in einer Presseerklärung, des evangelischen Pressepfarrers Peter Steinle aus Reutlingen.

Wie berichtet, gibt es in Laichingen eine Initiative "Rettet St. Alban", die sich aktiv dafür einsetzt, den Bau des Pavillons im Kirchgarten zu verhindern. Stattdessen schlägt die Gruppe um Sprecherin Gabriele Reulen-Surek den Umbau eines Gebäudes auf dem benachbarten Duckeck-Gelände vor. "Wir haben 400 Unterschriften gesammelt, die sich zu großen Teilen gegen den Pavillon auf dem Kirchhof aussprechen und die auch nicht dafür spenden werden", sagt Gabriele Reulen-Surek. Und man habe für den Duckeck-Bau eine Spendenzusage in Höhe von 10 000 Euro. Sie beurteilt den Schritt der Kirchengemeinde, das Verfahren vorerst ruhen zu lassen, skeptisch: "Was soll das noch bringen?" Sie sieht das Angebot deshalb nicht als so positiv, wie es sich auf den ersten Blick darstellt, weil "der Kirchengemeinderat und Pfarrer Gruhler genug Gelegenheit gehabt hätten, mit den Kritikern zum reden".

Laut Steinle kam das Angebot bei einem Ortstermin am 13. März an der Albanskirche zustande, bei dem Vertreter des Regierungspräsidiums, des Landratsamts, der Kommune und der Kirchengemeinde teilgenommen hatten. Für Steinle ist damit auch klar, dass das entsprechende Baugesuch der evangelischen Kirchengemeinde nicht in der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag behandelt werden wird.

Die Kirchengemeinde halte aber an ihren Plänen zum Pavillonbau fest. "Wir nehmen die Sorgen unserer Kritiker aber ernst", wird Pfarrer Karl-Hermann Gruhler in der Pressemitteilung zitiert, "deshalb möchten wir ihnen bewusst die Zeit lassen, ihre Fragen auch mit einem Vertreter der zuständigen Behörden sorgfältig zu klären." Nach dem vorläufigen Ruhen soll das Genehmigungsverfahren dann wieder zeitnah und ordnungsgemäß aufgenommen werden.

Weiter heißt es in der Mitteilung Steinles: "Das von den Kritikern als Kompromisslösung bezeichnete Duckeck-Areal scheidet als Alternativstandort für die in Kirchennähe benötigten Räume definitiv aus. Kirchenoberverwaltungsdirektor Christian Müller vom evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart habe dazu bereits mehrfach klargestellt: "Ein Bau auf dem Duckeck-Gelände würde von uns nicht genehmigt." Die Initiative hat nach den Worten von Reulen-Surek einen Baufachmann beauftragt, die ehemalige Werkstatt auf dem Duckeck-Areal in Hinblick auf eine mögliche Sanierung zu begutachten. Der Fachmann sei zu dem Schluss gekommen, dass ein kompletter Umbau mit der gleichen oder sogar einer größeren Nutzfläche billiger käme als der Neubau des Pavillons im Kirchhof. "Die Sanierung würde mit der gleichen Glasfront 445 000 Euro kosten", sagt Reulen-Surek. Zusammen mit dem Grundstückspreis von 300 000 Euro liege man deutlich unter den Kosten für den Pavillon mit 800 000 Euro.

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