Änderung der Landesbauordnung könnte dörfliche Innenentwicklung stärken

Eine Änderung der Landesbauordnung könnte der Innenentwicklung in vielen Dörfern zum Durchbruch verhelfen.

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In Feldstetten will eine Familie eine bestehende Hofstelle umbauen zu einem Wohnhaus mit Büroräumen. Das Projekt wird mit einem Betrag von 124.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) gefördert. Das Geld ist bereits bewilligt, doch bauen darf die Familie nicht. Immissionsschutzrechtliche Schutzradien von nicht mehr genutzten landwirtschaftlichen Betrieben verhindern eine Baugenehmigung. Doch es ist eine Lösung für dieses Projekt und viele gleichartige Fälle in Sicht. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hagel am Donnerstag bei einem Gemeindebesuch in Laichingen sagte, wird in Stuttgart eine Änderung der Landesbauordnung (LBO) auf den Weg gebracht. Die Regierungsfraktionen seien dabei, einen Konsens herzustellen, dann gehe ein Änderungsvorschlag an den Landtag.

Mit dem Thema der Schutzradien für Höfe, die die Tierhaltung längst aufgegeben haben, ist Hagel häufig konfrontiert. Wie berichtet, hatte auch der Nellinger Bürgermeister Franko Kopp immer wieder die Behinderung der Ortsentwicklung beklagt. „Der Alb-Donau-Kreis ist wohl der Landkreis in Baden-Württemberg, der am meisten tangiert ist“, sagte Hagel, der im Land auch CDU-Generalsekretär ist. Der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann hofft sehr, dass eine geänderte Bauordnung künftig Innenentwicklung ermöglicht.

Weiteres Thema am Donnerstag in Laichingen: Die Digitalisierung, bei der die Leinenweberstadt nach Manuel Hagels Ansicht eine Vorreiterrolle im Alb-Donau-Kreis einnimmt.

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