Balzheimer Sommertheater wieder ein Renner

Zum Balzheimer Sommertheater im Pavillon des Schlossweihergartens kamen etwa 1900 Zuschauer zu den sieben Vorstellungen.

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Wenn die letzte Vorstellung nicht vom strömenden Regen beeinträchtigt gewesen wäre, hätten die Theaterfreunde Balzheim wie im Vorjahr die 2000-Besucher-Grenze geknackt. Fünfmal waren bei idealem Freilichttheater-Wetter die Zuschauerbänke voll besetzt. Erneut wurde deutlich, wie groß das Einzugsgebiet des Balzheimer Sommertheaters inzwischen geworden ist: Besonders viele Zuschauer kamen aus den bayrischen Nachbargemeinden. In diesem Jahr boten die Theaterfreunde bewusst eine Sondervorstellung für Behinderte und pflegebedürftige Menschen an, die von Senioren und ihren Betreuern aus Dietenheim, Regglisweiler-Brandenburg und Illertissen besucht wurden.

Dass das Programm etwas kürzer war als im Vorjahr, störte niemanden – im Gegenteil: Viele Zuschauer empfanden dies eher als wohltuend. Nach Startschwierigkeiten hatten die Theaterfreunde wieder eine vielfältige Mischung an Nummern zusammengebracht, die beim Publikum unüberhörbar gut ankamen. Für Spieler und Autoren gab es viele spontane Komplimente. Besonders diese Mischung macht den Reiz des Balzheimer Sommertheaters aus.

Haiko Baur und Svenja Rabus trafen mit dem Hauptstück „Der Dingsverein geht online“ den Nerv der Zeit. Der unbeholfene Umgang der meisten Frauen des Dingsvereins mit den modernen sozialen Netzwerken sorgte für viele Lacher. Ebenso wie die Parodie „Alle Jahre wieder“ auf das übliche Weihnachtstheater mit der Erkenntnis des Regisseurs: „Entweder etwas zum Lachen oder etwas Anspruchsvolles, beides geht nicht.“ Diese These wurde allerdings durch den Sketch in Loriot-Manier – „Kännchen Kaffee“ – widerlegt. Ganz besonders die jungen Akteure der Theaterfreunde punkteten beim Publikum. In erster Linie Moritz Baur mit seiner Moderation in der Gestalt des US-Präsidenten mit der perfekten Imitation von dessen Gestik, Mimik und Ausdrucksweise, aber auch Alexander Birzele, Matthias Gai und Jannik Kohlhepp mit ihrem Rap mit der überraschenden Synthese der Musikstile und Lebensauffassungen am Schluss.

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