Ausschuss stimmt für umstrittenes Mehrfamilienhaus

Der Langenauer Umweltausschuss hat dem umstrittenen Bau eines Mehrfamilienhauses erneut zugestimmt: mit sieben zu fünf Stimmen.

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Ein Investor will in der Richthofenstraße in Langenau das bestehende Einfamilienhaus abreißen lassen, um dort ein Mehrfamilienhaus zu bauen. Einem abgeänderten Baugesuch hat der Ausschuss für Umwelt und Technik des Langenauer Gemeinderats am Montag erneut zugestimmt. Ursprünglich war der Bau eines Appartementhauses beantragt worden - eine Bauvoranfrage mit viel Konfliktpotential: Es gab Proteste von Anwohnern und Widersprüche gegen den früheren Bauvorbescheid. Und: Ein Langenauer Gemeinderat hatte, wie berichtet, zwei Ratskollegen in dieser Sache Befangenheit vorgeworfen. Diesen Vorwurf hat das Landratsamt Alb-Donau-Kreis bereits geprüft: Befangenheit liege nicht vor.

Die Projektgegner hatten zudem bemängelt, die erste Zustimmung zur Bauvoranfrage sei auf der Grundlage falscher Grundflächenzahlen in Bezug auf vergleichbare Nachbargebäude getroffen worden. Weil nicht klar sei, ob dieses Kriterium "entscheidungsrelevant" war, regte das Landratsamt an, "die Angelegenheit erneut aufzugreifen". Einen Termin vor Ort in der Richthofenstraße nutzten Hans Eckle vom Baurechtsamt des Verwaltungsverbands Langenau und Bürgermeister Wolfgang Mangold, um die Sachlage aus Verwaltungssicht darzulegen. Die Anlieger brachten ihre Argumenten vor.

Bei der anschließenden Sitzung im Rathaus entschied der Ausschuss bei sieben Ja-Stimmen, den im Januar gefassten Beschluss nicht aufzuheben. Die Grundflächenzahl sei nicht entscheidungsrelevant gewesen. Dagegen stimmten Bürgermeister Wolfgang Mangold, Roland Riedlinger, Georg Weith (Grün Unabhängige Liste Langenau), Edith Bleher (CDU) sowie Mathilde Maier (SPD). Mit gleicher Stimmenverteilung wurde dem Antrag auf Abriss des alten Gebäudes Richthofenstraße 12 zugestimmt, ebenso dem Baugesuch für das neue Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen.

Das Regierungspräsidium Tübingen werde die Entscheidung nun überprüfen, sagte Eckle auf Anfrage. Parallel dazu laufe das übliche Verfahren: Anwohner und weitere Parteien würden benachrichtigt und angehört, dann entscheide die Baurechtsbehörde. Gegen diese Entscheidung könne Widerspruch erhoben und der Klageweg beschritten werden.

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