Aufbruchstimmung spürbar

Der Sportverein Ringingen kann auf viele helfende Hände zählen, wurde in der Hauptversammlung deutlich. Nun sind auch Beine gefragt: Die Fußballer wollen aufsteigen - erstmals in der Vereinsgeschichte.

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  • Ehrungen beim Sportverein Ringingen (von links): Eugen Herrmann (60 Jahre Mitglied), Alfred Ihle (50 Jahre) und Stefan Ott (60 Jahre) wurden in der Hauptversammlung ausgezeichnet. 1/2
    Ehrungen beim Sportverein Ringingen (von links): Eugen Herrmann (60 Jahre Mitglied), Alfred Ihle (50 Jahre) und Stefan Ott (60 Jahre) wurden in der Hauptversammlung ausgezeichnet. Foto: 
  • Susanne Amann wurde neu ins Vostandstrio des Sportvereins gewählt. 2/2
    Susanne Amann wurde neu ins Vostandstrio des Sportvereins gewählt. Foto: 
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Mehrmals hatten die Kicker des Sportvereins (SV) Ringingen in den vergangenen Jahren am Aufstieg in die Kreisliga A geschnuppert. Doch jedes Mal wurde die Relegation versemmelt. Diesmal scheint es zu passen: Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweiten. "Die Jungs wollen, der Verein will und die Ortschaft steht hinter euch. Wenn nicht jetzt, wann dann?", machte Vorsitzender Reiner Bertsch bei der Jahreshauptversammlung der Mannschaft Mut.

Es wäre der erste Aufstieg in der 68-jährigen Vereinsgeschichte, denn bis auf die vergangen Jahre hat der SVR immer der Kreisliga A angehört. Aber kaum hatte man 2006 die 50-jährige Zugehörigkeit gefeiert ging es in die "Sicherheitsliga" B. Die wollen die Hochsträßkicker nun hinter sich lassen.

220 der knapp 1000 Mitglieder waren zur Versammlung gekommen, die wieder in eine Jahresfeier eingebettet war, was erneut viel Lob fand. Bertsch hatte vor allem "vielen Händen" zu danken. Vom Übungsleiter bis zur Reinigungskraft des Sportheims, vom Helfer beim Bau der Kalthalle bis zur Bewirtung des Herbstfests seien immer genügend Mitstreiter bereit, Hand anzulegen. "So funktioniert ein Verein: Wenn man Hilfe bekommt und keine Absagen", sagte Bertsch. Das Herbstfest findet heuer zum 40. Mal statt.

Das Großprojekt Kalthalle schreitet gut voran. Die Fundamente und der mit Ziegeln hochgezogene Anbau für Tennisstube, Umkleiden und Technikräume stehen, so dass im Frühjahr mit dem Aufstellen des Hallengerüsts begonnen werden kann. Es ist in Holzbauweise geplant. Auf 450.000 Euro schätzt Bertsch die Kosten. Dank Spenden und vielen Eigenleistungen müssten lediglich 170.000 Euro aus Darlehen eingeplant werden. Der Vorsitzende ist optimistisch, nur 100.000 zu brauchen. Die Eröffnung der Halle soll im Herbst sein.

Mit mehr als 400 Mitgliedern ist der "Freizeitsport" die größte Abteilung. Entsprechend geht es das ganze Jahr über rund, ob Kinderfasching, lateinamerikanisches Tanzen, Wirbelsäulengymnastik oder Zwergeturnen. Als Leiterin folgte Juliane Braunsteffer auf Gaby Härung. Einen Aufwärtstrend erleben die Kicker bei der Zahl der Schiedsrichter. War Bertsch bislang der einzige Schiri, haben sich nun acht zum Neulingskurs angemeldet. Das entlastet die Kasse, denn wird das Kontingent verfehlt, muss pro Person 100 Euro an den Verband gezahlt werden. Aufwärts geht es auch mit dem Tennis: Wieder mehr als 100 Spieler jagen der Filzkugel nach.

"Bei solchen Berichten fällt es einem leicht, die Entlastung zu beantragen. Man spürt förmlich die Aufbruchsstimmung", sagte Ortsvorsteher Georg Mack. Einstimmig wurde Susanne Amann ins Vorstandstrio gewählt, Martina Stöferle-Mack war nach zehn Jahren nicht mehr angetreten. Neu im Beirat ist Christian Höcker.

Es gab auch hochkarätige Ehrungen: Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Eugen Herrmann und Stefan Ott, für 50 Jahre Alfred Ihle und Dieter Knittel (abwesend) geehrt. 40 Jahre gehören Johann Delacher, Georg Gaßner, Walter Höcker, Monika Knittel, Fanny Mack, Hans-Karl Mack, Hermann Mack, Susanne Mack-Dürr, Karl-Heinz Oberdorfer, Lore Rapp, Roland Rösch, Martin Stöferle und Anton Zagst dem Sportverein an.

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